Konnichiwa inu

In diesem Land haben auch Hündinnen ein Hundeleben. Denn Hund wie Hündin haben hier ALLES.

Aber jetzt erst einmal schön der Reihe nach: Zwar hatte auch die Vermieterin während unseres letzten Aufenthaltes einen kleinen Hund, aber so viele Hunde, wie dieses Mal sind mir nicht aufgefallen. Ob der Grund für meine Wahrnehmung die Diskussionen im burgenländischen Kreisverkehr oder doch veränderte Lebensgewohnheiten der Japaner_innen sind, kann ich nicht so genau ausmachen. Jedenfalls sehe ich mehr Hunde/Hündinnen als im Jahr 2006. Netterweise Rassen, die bei uns ganz aus der Mode gekommen sind: (Königs)pudel, Dackel in allen Farben und diese Queengefolgschaft. Auch große Hündinnen queren manchmal. Wo jene allerdings nachts geparkt werden, weiß ich nicht, bei Wohnungen mit 9m2; Am Brustgeschirr vom Balkon?!

Was mich irritiert, ist der Umgang mit diesem Getier. Fängt an bei der Wahl im Prospekt der Tierhandlung des Vertrauens, wo auch gleich das blinkende Halsband, der Ausgehanzug und der Kinder- äjm – Hundewagen gekauft werden kann.

Dort sind die Welpen einzeln, mnachmal zu zweit in Glaskästen verstaut.

Wer den Hund/die Hündin hat, kauft auch Kleidung für selbige. Casual Jeansanzug, Bienenkostüm oder ein schlichtes Strickensemble. Hasenohren und Haarspangen sind selbstverständlich.

Und dann muss Hündin/Hund überall mit. Auf den Flohmarkt im Tierrollkoffer oder passendem Rucksack. Zum Shopping oder sonntags in den Tempel.

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Rikugi-en

Durchquert man rechts von unserem Haus nach dem Straßenbahndamm die Einkaufsstraße mit einem Supermarkt und einer Reihe kleiner Geschäfte in denen Tofuvariationen und (halb)tote Meerestiere angeboten werden, kommt man in angenehmer Gehnähe zum Rikugi-en. (-en bedeutet Garten, Park)

This strolling, mountain and pond-style garden was created based on the theme of Waka poetry in the 15th year of the Genroku Period (1702) by the shogun, Tokunagawa Tsunayoshi´s trusted confidante Yanagisawa Yoshiyasu. This garden is a typical example of the famous gardens of Edo Period. In the Meiji Period, this garden became a second residence of the founder of Mitsubishi, Iwasaki Yataro. Later in the 13th year of Showa (1938), the Iwasaki family donated this garden to the city of Tokyo, and in Showa 28 (1953) it was designated as a special site of exceptional beauty and an important cultural asset. (aus dem „Programmheft“)

Im Japanischen wird „Sechs“  „roku“ ausgesprochen. Die chinesische Entsprechung dazu ist „riku“. Da in China Dichtung in sechs Kategorien eingeteilt wurde und diese Einteilung auch Einfluss auf die japanische Waka-Dichtung hatte, wurde auch die Benennung beibehalten: Riku-gi.

Waka (jap. Gedicht) ist eine Genre der japanischen Dichtkunst, das sehr viele Stile umfasst. Anfang des 9.Jahrhundert (Heianzeit) geprägt, verloren manche Formen Ende des gleichen Jahrhunderts auch schon wieder an Beliebtheit. Im 19. Jahrhundert gab es dann eine Reform. Das Besondere: Anders als zum Beispiel in der chinesischen Dichtung werden Waka nicht in Reimen oder Zeilen verfasst, sondern in sogenannten Einheiten und Sätzen. In Übersetzungen werden die wiederum zu Zeilen.

Im Rikugi-en sind 88 dieser Gedichte landschaftlich dargestellt (88 views on Rikugi-en) und mit kleinen Holztafeln versehen. Es gibt Brücken, Seen, einen gespaltenen Fels mit einer Quelle und natürlich Mr. Fuji. Was es allerdings im ganzen Park leider nicht gab: Die Gedicht in tragbarer Form auf Papier.

Hier ein Beispiel aus der Sammlung der Universität in Sheffield, UK. http://www.temcauley.staff.shef.ac.uk/poems.shtml

 

  いはまとぢしこほりもけさはとけそめてこけのしたみづみちもとむらん

iwama tojishi
kôri mo kesa wa
tokesomete
koke no shitamizu
michi mo tomuran
Stopping the cracks ‚tween the boulders,
The ice on this morning
Started to melt;
From beneath the mosses, water
Runs in rivulets.

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Fische sind Freunde

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Butoh ist tot – Es lebe Kazuo Ohno

Präambel: Datscha im Burgenland hin oder her, es zieht mich nun einmal nicht sehr oft in die Natur. Wenn dann doch liege ich meistens in der Hängematte und döse dahin. Manchmal, aber wirklich nur manchmal bin ich motiviert genug, um mich ins Gelände zu begeben. Dort kommt es dann vor, dass mir in der Ferne ein Punkt attraktiv genug erscheint, ihn anzustreben. Aber wie das Leben so spielt, kommt die Ferne näher, erscheint der Ort der Faszination garnicht mehr so interessant….

Mittwoch fahre ich wieder zwei Stunden nach Kami-hoshigawa. Nicht zuletzt um Bonuspunkte für den Kaffee im Minimarkt zu sammeln. Als ich das Studio betrete, steht Yoshito alleine bei der Technik. Er trägt eine übergroße schwarze Wollhaube und hantiert ziellos mit einer CD herum. Es riecht säuerlich nach Alkohol. Er bedeutet mir, dass wir noch warten. „Where do you come from?“ Oh Sensei! immer noch aus Wien! Umständlich erklärt er mir, dass er sich nicht gut fühlt und dann schweigen wir wieder. Ich ahne,was jetzt kommt. „Mita? Video?“ Weil außer mir niemand zum heutigen Workshop gekommen ist, wird wieder einmal ein Video serviert. In der Ecke steht eine Flasche Rotwein mit dem hinein gedrehten Korkenzieher…

(2011 von einem mexikanischen Tanzschüler)

Während er eine DVD sucht und wir gemeinsam den Fernseher in Gang setzen, kommt noch ein russisches Mädchen, aber es bleibt dabei: Wir sehen ein Video. Die erste DVD funktioniert nicht so richtig! „Chotto sound!“ Zu sehen ist ein Interview mit Kazuo Ohne in seinem Studio neben ihm sitzt Yoshito, die Kiefer fest aufeinander gepresst. Es war wohl nicht immer einfach, Sohn zu sein. Ein anderes Video muss her, eines das funktioniert; Eine Aufführung aus Göttingen von 1998.

Einmal sagte jemand zu mir, dem ich von Butoh erzählt hatte und der wenig später eine Dokumentation darüber im Fernsehen gesehen hatte, Butoh, das sind alte Männer, die sich weiß schminken und Frauenkleider tragen. Ja, in diesem Fall trifft es diese Definition durchaus. Kazuo und Yoshito wirkten auf der Bühne wie Frankstein und seine Braut. Kazuo hüpfte herum und hielt die Spannung dadurch aufrecht, dass man den Verlauf seiner Bewegungen nicht im geringsten erahnen konnte. Dazwischen hob Yoshito mit pathetischer Geste die Arme gegen den Himmel und legte den Kopf schief bis zur Verbeugung. Naja, also…

Das wirklich spannende, die wirkliche Performance an diesem Abend war allerdings nicht die DVD, sondern das, was ich als Reflexion im Fernseher sehen konnte: An manchen Punkte der Aufzeichnung hob Yoshito hinter uns die Arme und erinnerte an Caligari, tanzte ein wenig und ging dann wieder vor der Technik auf und ab, versucht sich zu setzen, stand wieder. Irgendwann nahm er die Rotweinflasche und verschwand damit in der Damengaderobe vor dem WC. Möglichst unauffällig trug er dann die offene Flasche zurück zur Technik und trank bis zum Ende des Videos verstohlen die Hälfte des Weines. Na fein, jetzt gibt es nicht einmal mehr einen kalten Rotwein…

Dann kommt Kenji Yamaguchi (der finster blickende stumme Herr von den letzten Malen), eine ehemalige Pflegerin von Kazuo Ohno und schließlich auch noch Yoshitos Manager, aber wir sehen weiter Videos. Nach dem Video wird dann doch endlich Tee und Wein ausgeschenkt und gebratene Tofutaschen und Kekse serviert. Yoshito wird immer betrunkener und hält Reden, die Kenji dankenswerterweise irgendwie ins Englische übersetzt. Wir sind gekommen, weil er, Yoshito, Hiroshima/Nagasaki in sich trägt. Das russische Mädchen ist verzückt. „what a great honour to be with such a great dancer!“ Inzwischen brennt der Manager ein Elektrokabel durch und Schluss ist es mit der Zusatzheizung, die das Studio etwas erträglich gemacht hatte… Kenji fragt mich nach Michael Weiss. Er hat 2000 eine Dissertation über Butoh veröffentlicht und das erste Mal lächelt Kenji. „He is a close friend!“

Yoshito monologisiert wieder. Er hatte chinesische Antiquitäten an Chines_innen verkauft und wegen Fukushima kommen die nicht mehr. Er schuldet der Bank Geld, weil er irgendetwas gekauft hat und die Raten nicht zahlen kann. Macht es überhaupt für die Leute dort Sinn, in Vankouver aufzutreten? Dann übersetzt Kenji nicht mehr. „Do you understand, what he is saying?“ „No, Wakarimasen.“ „That´s better so!“

Yoshito erzählt er war im Krankenhaus. Er fühlt sich nicht gut. „Should we leave?“ „No,no“. Aber Kenji geht und wir brauchen noch eine Weile, eine Runde Gruppenfotos und 2000 Yen  um aus diesem Trauerspiel abgehen zu können. Das russische Mädchen ist immer noch entzückt. Ich erzähle ihr von Yuri und wir tauschen Emailadressen aus. „Oyasuminasai.!“

Nun habe ich also diesen äußerst fanszinierenden Punkt „Butoh“ in der Ferne angestrebt und stehe schlussendlich auf einem Parkplatz an einer Autobahn im Nirgendwo…

Am nächsten Tag treffe ich mich zuerst mit Yumiko und sie redet eine Stunde über Butoh und sagt auch sehr Interessantes über Butoh als Therapie. Dann gehen wir beide zu Yuris Workshop in diese überheizte Volkshochschule und ich beginne mich darüber zu ärgern. In der Pause laufen wir auf die Straße zu einem Getränkeautomaten, denn das Wasser sollte man nicht trinken. Danach tanzen wir Pflanzen und ich stehe dort und finde zwar die Idee grandios, aber mich fehl am Platz….Und morgen bin ich krank!

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Lost too Lost

Das Echo des Romans, den ich gelesen habe, sollte eine Performance sein, die an die Geschichte anschließt. Einer Fortsetzung gleich. Der Antrieb für ein grobes Konzept und ein paar Huschpfuschfotos war wieder einmal ein Festival.

Nun wärme ich mich im Workshop bei Natsu auf und beobachte ein amerikanisches Pärchen, die ungelenkig nicht wissen was sie tun (sollen).

Was die zwei Klischees mit meiner Performance zu schaffen haben, weiß ich zwar nicht, aber ich entscheide mich. gegen eine Huschpfuschtrailer zu den Huschpfuschfotos.

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Takao Yamashita-San

Ein Besuch im Edomuseum ist auf jeden Fall zu empfehlen. Einerseits weil in dieser riesigen düsteren Hall die Geschichte Edos sehr ansprechend aufbereitet ist und andererseits weil man eine Gratisführung durch eine volunteer guide in Anspruch nehmen kann. Unserer heißt Takao Yamashita und hat im Verkauf für eine amerikanische Firma gearbeitet. Er erzählt Geschichten darüber wie die Menschen während der Edozeit gelebt haben und ist ganz entzückt darüber, dass ich Noh und Kabuki kenne. Er will unbedingt nach Wien kommen. „Dann werde ich eine Führung in Japanisch anbieten!“ “ Ok, ich komme nächste Woche!“ (Japanischer Humor)

Nun aber zu den kleinen Geschichten, die Takao-San erzählt hat:

Wenn man das Museum im dritten Stock betritt, so kommt man in eine riesige Halle in deren Mittelpunkt die Nihonbashi als begehbares Modell steht.

Bashi bedeutet Brücke und die Nihonbashi, also die japanische Brücke verbindet wichtige Teile der Stadt über den Nihonbashi-Fluss. (Bitte nicht fragen, wie der Fluss nach der Brücke benannt sein kann. Ich weiß es nicht…) Die erste Version der Brücke wurde 1603 aus Holz fertiggestellt. Die heutige steinerne Fassung 1911. Heute noch nehmen von diesem Punkt aus die fünf wichtigsten Highways durch das Land ihren Anfang. Zur damaligen Zeit war das Gebiet rund um die Brücke ein wichtiger Handelsplatz, auch der Fischmarkt war ursprünglich dort angesiedelt. Berühmt wurde diese Brücke im 17. Jahrhundert unter dem Namen Edobashi, weil von hier aus der Weg nach Kyoto führte. Um bei einem Feuer eine Katastrophe zu verhindern, wurden vor der Brücke so genannte Feuerschutzareas errichtet. Dort durften keine festen Häuser gebaut werden. So entstanden an den Ufer Flaniermeilen mit kleinen Restaurants u.ä. Übrigens gibt es ein Sprichwort: „fire and fights are the flower of edo“ Denn der wirtschaftliche Auffschwung Edos begann nach dem großen Feuer im Jahr 1657.

Eine Zeichnung, die unmittelbar nach dem großen Feuer Edo zeigt. Ein Ort der Verwüstung. 100 000 Menschen starben.

Die Kämpfe beziehen sich auf den Wettstreit von den Feuerbrigaden untereinander. Diese gesponserten Helden waren nur an spektakulären Feuern interessiert oder an jenen, die ihre Geldgeber_innen betrafen.

Eine zeitgenösische Darstellung dieser Truppen. Der Anführer trug deren „Zeichen“ auf einer Stange und positionierte sich auf dem Dach oder irgendwo oben halt, von wo er dann die Befehle gab. Er war aus der Truppe der Superhero und hatte einen eigenen Assistenten, der seine Uniform naß hielt, damit er nicht anbrannte.

Weiter gings zu einem Modell einer Daimyo-festung. Ein Daimyo war ein lokaler Herrscher, der dem Shogun einmal im Jahr die Aufwartung machen musste und selbigem unterstand.

Deren Häuser hatte besonders geschmückte Tore, die ausschließlich dem Shogun vorbehalten waren.

Fürstlich gereist wurde in eine Senfte inklusive Träger_innen (ja, starke Frauen trugen die feinen Damen) und Ersatzmannschaft. Allerdings waren die Dinger nicht sehr bequem und so wurden sie nur zum Einzug in die jeweilige Stadt benutzt um zu repräsentieren.

Der Plan einer examplarischen Stadt dieser Zeit. Es gab Stadttore, die nur zu bestimmten Zeiten offen waren. D.h. Fremde konnten nicht unbemerkt in die Stadt; wussten es die Wächter, wussten es alle. Der blaue Streifen in der Mitte zeigt die Wasserkanäle, einer der ersten baulichen Maßnahmen des berühmten Shoguns. Jedes weiße Rechteck entspricht einem Familienhaus. In der Mitte des Blocks gab es die einsehbaren Gemeinsschafttoilette und den Brunnen. Wie bei uns die Basena. Am Morgen kam ein Händler, der die nächtlichen Ausscheidungen kaufte und an die Bauern weiter verkaufte. Ein geschlossenes Ökosystem.

Takao-San erzählt auch davon, wie er nach dem Krieg in einem dieser kalten Häuser gewohnt hat, deren wohl einziger Vorteil es war, dass sich durch den Luftzug im Haus kein Kohlenmonoxyd ansammeln konnte.

Eine Revolution des Informationsmanagement stellte die Erfindung des Holzfarbschnittes dar. Die ersten tauchten im 17.Jahrhundert auf. Die künstlerischen Versionen davon werden Ukyo-e genannt. Hier die Herstellung:

Die künstlerische Version davon ist besser unter Ukyo-e bekannt. Am bekanntesten ist „die Welle“, die in Europa die Impressionist_innen auf Grund ihrer neuartigen Perspektive maßgeblich beeinflusste.

Im 18.Jahrhundert wurde so, wie bei uns Zeitungen vertrieben und nicht zuletzt die „Yellow press“ geboren.

Ein Zeitungsverkäufer (18.Jh.), der die Nachrichten (wahrscheinlich nur die Schlagzeilen) singend durch die Straßen zog, um so seine Zeitung zu verkaufen.

Publikationen dieser Zeit. Bekannt sind auch die „100 Ansichten Edos“, die diverse Station auf der Reise von Edo nach Kyoto festgehalten haben. Ansonsten waren Darstellungen von Kabukischauspieler (auch privat) oder auch von populären Sumoringern beliebt.

Geld der Edozeit. Das Maß war Reis. Unterschiedliche Bevölkerungsgruppen verwendeten unterschiedlichen Münzen. Keine Ahnung, wie das funktioniert hat…

Apropos Geld, Handel, usw. Eine sehr erfolgreiche Neuerung war das erste Departmentstore in dem wohlhabende Leute Kimonos von der Stange kaufen konnten. Nicht zuletzt sehr beliebt, weil den begleitenden Diener_innen Tee angeboten wurde und die deshalb ihre Herrschaft zum Einkauf im Etablisement animierten. Das Besondere daran war: Bisher waren die Händler durchs Land und von Haus zu Haus gezogen, hatten ihre Waren dort gelassen und im Jahr darauf ihr Geld kassiert. Nun kamen die Kund_innen zu den Händler_innen und zahlten gleich. Um vor dem Feuer sicher zu sein, wurde die Ware in einem Lagerhaus abseits aufbewahrt. Zu Verkäufern wurde nur Buben aus einer bestimmten Gegend ausgebildet und niemand aus der Gegend um das Store herum, weil das als unsicher galt. Die Burschen mussten arbeiten und bekamen eine Ausbildung. Nach zehn(!) Jahren hatten sie das erste Mal Urlaub. Kaum einer von ihnen arbeitet länger als bis 30, weil sie alle an der „Edokrankheit“ litten. Die Edokrankkheit wird durch den Mangel an Vitaminen einer einseitigen Ernährung ausgelöst. Danach gingen die jungen Männer wieder zurück in ihre Dörfer.

Die Bedeutung der Delphinfigur auf den Tempeln/Shrinen hat er uns auch erklärt: Die schützen vor Feuer, weil Delphine das Feuer meiden.

Zum Abschluss tauschen wir noch Höflichkeiten und unsere Emailadressen aus. Fünf Stunden später hatte ich die ERSTE Nachricht von Takao-San. Ich fürchte, dass wir der Beginn einer wunderbaren Freundschaft…

Nach dem obligatorischen Besuch des Museumsshops sind wir draußen. Dort dämmert es inzwischen und das gegenüber liegende Sumoringermuseum hat auch nicht offen. Allerdings begegnen uns in der Gegend eine Reihe von schwergewichtigen Herren nebst Begleitung und wir machen um sie respektvoll einen Bogen. Dann brauchen wir Kaffee…

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all the power to the people

Natürlich war ich einen Anstandsmoment ergriffen, hatte mich aber doch soweit unter Kontrolle, dass ich den Boden davor NICHT geküsst habe.

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Junk

Es regnet immer noch. Nicht das richtige Wetter für eine weitere Überdosis Gärtner_innengrüns oder für die Andacht vor einem Shrine oder Tempel. Nachdem es mich aber auch nicht so recht in das nächste Museum zieht, entscheide ich mich für Junk und fahre nach Schweden, wie R. zu sagen pflegt.

Geht mehr Junk als in Ikea-Yokohama Köttbular mit Erdäpfel, Pommes Frittes, Sauce und Preiselbeeren zu essen ? Dann rasch durch die Möbelausstellung – vielleicht finde ich ja hier die Polsterüberzüge, die in Wien ausverkauft sind – selbstverständlich muss ich auch in die Fundgrube schaun und dann noch das obligatorische Hotdog, mit  Zwiebeln, Gurken, Ketchup und Senf. Gespült wird mit einem Softdrink und dann geht’s zur Haltestelle des Ikeabuses, der uns zurück zu Station Shin-Yokohama bringt.

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Tag der kostenfreien Experimente

Nach einem kurzen ornitoligischen Blindflug entlang des Fluss, der durch unseren Wohnbezirk verläuft, steuerten wir mehr gefühls- als planmäßig, Ikebukuro an; Sunshincity. Ein riesiger Gebäudekomplex, der auf den Grundmauern eines Gefängnisse errichtet wurde und neben einem Museum, einem Aquarium, einem Planetarium, noch jede Menge Geschäfte und Restaurants aller Art beherbergt. Es ist ja nicht so sehr verwunderlich, WAS man alles kaufen kann, sondern mehr, WIEVIEL. Wir wanderten etwas planlos durch dieses Labyrinth, in dem man sogar ein Bambirestaurant finden kann; Lugnercity lässt grüßen. Schließlich stehe wir vor einem Themepark: Namjatown.

(Fremdes Bild aus dem www)

Ein kurzer Blick auf die Preistafel lässt mein Interesse dafür blitzartig verschwinden: Umgerechnet 30 Euro für was genau, will ich dann schon garnicht mehr wissen. Eine spätere Internetrecherche ergibt, dass das ein Pass ist und dass der eigentliche Eintritt nur ca. 3 Euro ausmacht. Ich werde das bei nächster Gelegenheit überprüfen… (Allerdings selbige Internetrecherche erweckte in mir den Verdacht, dass ich da schon war; war lustig)

Auf zur nächsten Attraktion. Hierbei werde ich nur bedingt die Details ausführen. Also: stellen Sie sich vor, einen kleinen Raum mit zwei Sitzgelegenheiten. Einen um den werten Nachwuchs zu bändigen und einen für Sie selbst. Der Sitz lässt sich desinfizieren, für die um Krankenheiten Besorgten unter uns und was mich noch mehr freut, er ist beheizt. Ein Ventilator saugt eventuell störende Gerüche ab. Darüber hinaus gibt es noch diverse Wasserspiele. Versprochen, keine Details, ABER ich habe natürlich ALLES müssen ausprobieren…

Das nächste Ziel war das Aquarium im obersten Stock – wunderbare Beschilderung übrigens. Oben angelangt, erweist sich das Aquarium nicht nur wegen den hohen Eintrittspreises, sondern weil es sich als Freigelände heraus stellt, in dem nasse Robben in kaltem Wasser mit totem Fisch gefüttert werden, als äußerst unattraktiv. Also wieder zurück zum Aufzug; geordnet natürlich.

Am Ausgang der Sunshinecity liegt das Toyotagebäude. Autos sind für mich nicht so spannend, aber die netten JapanerInnen am Eingang verteilen Zettel für eine Schnitzeljagd und für den gestempelten Zettel bekommt man einen Dosenkaffee gratis. Zwei Stempel gilt es zu sammeln. Ich fühle mich der Herausfoderung durchaus gewachsen und habe recht schnell den ersten; irgendeine Figur. Im zweiten Stock tanzen choreographiert und ich meine das diesmal wortwörtlich, junge Frauen mit Staubwendel um zwei Wagen herum. Dazu sprechen sie etwas Animierendes. In dieser Stadt gibt es echt kranke Jobs… 

Im dritten Stock passiert dann das Unerwartete: Ich finde den zweiten Stempel und auf dem Weg nach Unten muss ich an einem Fahrsimulator vorbei, ABER das schaffe ich nicht und stelle mich an. Ich mache es kurz: Ich bin 13. geworden und habe mein Publikum ganz gut unterhalten. Im Erdgeschoss gibts dann noch einen Fahrsimulator, den ich der Vollständigkeit halber auch besuche und auch hier belege ich Platz 14. Allerdings von 16 möglichen. Die netten Damen mit dem Kaffee sind inzwischen weg und ich bediene mich gegen Münzen am Automaten.

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very tasty

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