Nach einem kurzen ornitoligischen Blindflug entlang des Fluss, der durch unseren Wohnbezirk verläuft, steuerten wir mehr gefühls- als planmäßig, Ikebukuro an; Sunshincity. Ein riesiger Gebäudekomplex, der auf den Grundmauern eines Gefängnisse errichtet wurde und neben einem Museum, einem Aquarium, einem Planetarium, noch jede Menge Geschäfte und Restaurants aller Art beherbergt. Es ist ja nicht so sehr verwunderlich, WAS man alles kaufen kann, sondern mehr, WIEVIEL. Wir wanderten etwas planlos durch dieses Labyrinth, in dem man sogar ein Bambirestaurant finden kann; Lugnercity lässt grüßen. Schließlich stehe wir vor einem Themepark: Namjatown.

(Fremdes Bild aus dem www)
Ein kurzer Blick auf die Preistafel lässt mein Interesse dafür blitzartig verschwinden: Umgerechnet 30 Euro für was genau, will ich dann schon garnicht mehr wissen. Eine spätere Internetrecherche ergibt, dass das ein Pass ist und dass der eigentliche Eintritt nur ca. 3 Euro ausmacht. Ich werde das bei nächster Gelegenheit überprüfen… (Allerdings selbige Internetrecherche erweckte in mir den Verdacht, dass ich da schon war; war lustig)
Auf zur nächsten Attraktion. Hierbei werde ich nur bedingt die Details ausführen. Also: stellen Sie sich vor, einen kleinen Raum mit zwei Sitzgelegenheiten. Einen um den werten Nachwuchs zu bändigen und einen für Sie selbst. Der Sitz lässt sich desinfizieren, für die um Krankenheiten Besorgten unter uns und was mich noch mehr freut, er ist beheizt. Ein Ventilator saugt eventuell störende Gerüche ab. Darüber hinaus gibt es noch diverse Wasserspiele. Versprochen, keine Details, ABER ich habe natürlich ALLES müssen ausprobieren…
Das nächste Ziel war das Aquarium im obersten Stock – wunderbare Beschilderung übrigens. Oben angelangt, erweist sich das Aquarium nicht nur wegen den hohen Eintrittspreises, sondern weil es sich als Freigelände heraus stellt, in dem nasse Robben in kaltem Wasser mit totem Fisch gefüttert werden, als äußerst unattraktiv. Also wieder zurück zum Aufzug; geordnet natürlich.
Am Ausgang der Sunshinecity liegt das Toyotagebäude. Autos sind für mich nicht so spannend, aber die netten JapanerInnen am Eingang verteilen Zettel für eine Schnitzeljagd und für den gestempelten Zettel bekommt man einen Dosenkaffee gratis. Zwei Stempel gilt es zu sammeln. Ich fühle mich der Herausfoderung durchaus gewachsen und habe recht schnell den ersten; irgendeine Figur. Im zweiten Stock tanzen choreographiert und ich meine das diesmal wortwörtlich, junge Frauen mit Staubwendel um zwei Wagen herum. Dazu sprechen sie etwas Animierendes. In dieser Stadt gibt es echt kranke Jobs…
Im dritten Stock passiert dann das Unerwartete: Ich finde den zweiten Stempel und auf dem Weg nach Unten muss ich an einem Fahrsimulator vorbei, ABER das schaffe ich nicht und stelle mich an. Ich mache es kurz: Ich bin 13. geworden und habe mein Publikum ganz gut unterhalten. Im Erdgeschoss gibts dann noch einen Fahrsimulator, den ich der Vollständigkeit halber auch besuche und auch hier belege ich Platz 14. Allerdings von 16 möglichen. Die netten Damen mit dem Kaffee sind inzwischen weg und ich bediene mich gegen Münzen am Automaten.


