Food Garden

Fotos davon, was man gegessen hat, gerade isst oder gleich essen wird, gelten als nervig. Verstehe ich auch. Macht ja schließlich nur in einem Rezepteblog Sinn. Aber nun ist hier Essen doch etwas anders und deshalb vielleicht auch schon optisch interessant und so habe ich mich für eine eigene Kategorie entschieden. Im Übrigen ist der Titel den Hinweisschildern für die Restaurantebene in dem einen oder anderen Stationsgebäude entnommen. Itadakimasu.

würstel

Dieses Bild sollte ich wohl doppelt posten. Einmal bei Skurriles und einmal eben hier. Auf dem Schild steht: Uinna-so-se- ji Vienner Sausages. Da stellt sich mir doch die Frage, wenn überall anders die Frankfurter Wiener heißen, wie heißt dann die Wiener? Jetzt einmal ganz davon abgesehen, dass es sich bei diesem Serviervorschlag doch eher um Bratwürstel handelt. (Heißen die bei uns nicht Nürnberger?) Ist ja Wuarscht!

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(Fast Food)

VEGAN TEST2

Gibt´s inzwischen auch. Sah aber alles nicht sehr japanisch aus…

Lachsroggen auf Reis und Udon mit Fleisch in Sapporo.

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Austern- und Seeigelsashimi in Sapporo.

Und wer sich kalorienbewusst ernährt, braucht hier nur an den Stufen der Metro die bereits verbrauchten Kalorien zählen.

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In Kyoto essen wir in einem nepalesischem Restaurant mit indischer  Küche. Also, viel Spiel nach Oben ist da nicht mehr und es war gut.

 

 

 

(to be continued…)

 

 

 

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Nach Odaiba ans Meer

Wir fahren nach Odaiba und wollen erwarten, wie die Rainbowbright im nächtlichen Lichterglanz erstrahlt.

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Viel später erst, vor Ort, erinnern wir uns, dass das besondere Strahlen der Weihnachtszeit vorbehalten ist. Macht aber auch nichts. Also fahre ich mit einem 150m hohen Riesenrad.

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Es gibt Gondeln ganz aus Glas. Auf die muss man allerdings 25min warten. Ich warte nicht gerne. Also wird´s eine reguläre. Vor dem Aufgang. „Can we take a Picture?“ Naja, warum nicht… Ich habe eine Gondel für mich alleine und filme the view mit dem Handy, auch um erst gar nicht auf die Idee von Höhenangst zu kommen.

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Zum Glück wackelt die Gondel kein bißchen, auch nicht als sie am höchsten Punkt anhält und eine Stimme aus dem Lautsprecher sich für irgendetwas entschuldigt. „Es war nett mit Ihnen, aber jetzt stürzen Sie leider ab. Sumimasen.“ Nun, wir sind nicht abgestürzt und die Rundfahrt ist nach 15min vorbei. Beim Ausgang wird mir strahlend das zuvor von mir gemachte Foto gereicht und recht höflich auf das Preisschild verwiesen. 11€! Sumimasen, aber so eine Schönheit bin ich nun auch wieder nicht und ich lehne genauso höflich ab.

Dann essen wir im MacDonaldo. Irgendwelche Laberln, Pommes und trinken grünblaues Fanta.

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Hier gibt es kein Salz. Auf meine Nachfrage bemüht die Mitarbeiterin aus dem Salzstreuer an der Pommesstation Salz in eine Papiertüte. Wie nett. Domo arrrigatou gozaimashita!

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Und die Brücke leuchtet dann doch noch ganz schön…

 

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Bon odori at Ebisu St.

Es ist heiß. Alles klebt am Körper. Aber wir wollen nach Ebisu zum Bon odori. Es ist Samstag und in Asakusa Station viel Mensch unterwegs. So sehen wir das erste Mal die oftmals kolportierten Schlichter_innen. Allerdings nicht im Nahkampf.

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Wir sind zu früh dort. Der Platz vor der Station ist noch fast leer. Wir kaufen uns Yakitori, die leider recht schwabbelig sind. Dann streunen wir in der Gegend herum, auf der Suche nach einer Rast.

Ein Park bietet sich an. Mehr Gstetten als Grün. Aber immerhin. Ein Obdachloser hört auf seinem Karton Radio, Kinder spielen und Eltern mit Kleinkindern planschen in einem flachen Bassin. Wir beobachten. Auf dem Rückweg geht vor uns eine kleine Familie: Frau mit Kind-erwagen und der Mann hinterher. Er bleibt alle paar Meter stehen. Als wir ihn überholen, sehen wir warum: Er jagt Pokémons.

Zurück bei der Station ist alles voller Rauch und Menschen. Auf einer Plattform wird wie am Fließband gegrillt und an kleinen Ständen werden die Ergebnisse wie Yakitori und andere Snacks verkauft. Wir essen  gegrillten Oktopus, der mich allerdings eher an salzigen Fahrradschlauch erinnert. (Muss ich bei der nächsten anstehenden Reparatur doch mal probieren.)

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In einer Seitengasse können Kinder an Geschicklichkeitspielen wie Plastikfische angeln oder Ringe werfen teilnehmen. Viele von ihnen tragen blinkende Armbänder in rosa, blau und grün. Das will ich auch. Als ein Besitzer_innenloses vor mir auf dem Boden liegt, greife ich zu – damit´s halt nicht verkommt.

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P. meint, die Armbänder sind ein Geschenk, wenn man spendet. Upps! Naja, dann spende ich halt und nehme noch ein Armband. Die Spendenkastenhalter_innen sind verwirrt und ich glücklich.

Da ich so ein Gewackel locker auch hinbekommen hätte und „wordpress“ für ein-gebundene Videos finanzielle Gegenleistung erwartet, Hier ein Link zum diesjährigen Event. Such´ mich!

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Jitensha-Parade

Als am Sonntag Morgen ein Gummihoserl an mir vorbei huschte, beschloss ich meine werte Leser_innenschaft mit einer Jitensha-Parade zu erfreuen und machte mich auf die Jagd. Hier ist meine Beute. (to be continued)

Links eine der vielen Familienkutschen, viele davon mit Elektromotor. Gibt´s schon so um € 1200.- Rechts das, was man hier „Citybike“ nennt. Im Geschäft so um € 800.- zu haben.

Viele fahren auch Räder mit sehr kleinen Rädern. Ein besonders seltenes Exemplar dieser Gattung ist scheint´s nachtaktiv und sehr flink. Es hat einen Rennlenker. Bisher hab ich es auf meiner Pirsch noch erwischt.

Ich stehe dazu: Meine Leidenschaft gilt dann doch der Gummihoserlabteilung. Hier ein paar schöne Exemplare in Käfighaltung. Das weiße ist eine Besonderheit aus dem „Sonyhaus“. Wird es doch von Sony bereitwillig an all seinen Enden mit Kameras ausgestattet.

Hier nun meine Beute aus freier Verkehrsbahn. Das große habe ich auf einer Verkehrsinsel in Yotsuya sanchome erlegt.

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Kyoto-Impressionen

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In Kyoto schleppt die Polizei beinhart falsch geparkte Fahrräder ab.

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Am aller letzten Tag, später Nachmittag, stoßen wir zufällig auf das „bicycle culture center“  Doch kaum die Metrostation verlassen, ist dieser Ort nicht aufzufinden und es bleibt keine Zeit zu suchen. Ob das Gummihoserl in voller Montur, mit Helm und Handschuhen auf einem Rad mit kleinen Rädern, das uns entgegen kommt, es weiß? Ein Besuch ist beim nächsten Besuch vorgesehen.

 

 

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Dinge, die ich auch hier noch nicht gesehen habe.

Ganz unchronologisch sammle ich manche Eindrücke dieses Mal in Kategorien. Hier nun Bilder, von Dingen, Taten und Bräuchen, die ich auch hier noch nicht gesehen habe. (to be continued)

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Im Shinkansen können Passagierinnen aus dem JR Journal nützliche Dinge wie Rampen für kleine Hündinnen, damit diese leichter auf´s Sofa oder ins Bett kommen oder Ähnliches bestellen. Mir gefiele ja sehr so ein Dauerlächeln.

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Socialzing

Heute werde ich E. treffen. Er ist Graphikdesigner und wir kennen uns aus dem Japanischkurs in Kitaku. Ich mochte ihn. Aber vorher fahre ich noch nach Ikebukoro. Dort war doch auch ein Hyakuenshop…

Die Sonne ist mörderisch als wir die U-Bahn zu Sunshinecity verlassen. Wir flüchten in einen Dotour und trinken Kaffee.

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Leider ist die Klimaanlage dort eingestellt, als gäbe es kein Morgen, keine Klimaerwärmungen auf Grund exsessiven  Energieverbrauchs. Wir gehen weiter. Übrigens, hier schützen sich die Menschen mit Schirmen vor der Sonne und weil „Weiß-sein“ „schön“ ist, tragen viele der Frauen Ärmel aus Stoff.

Abends treffe ich nun E. Als ich in Asakusa die Treppen zur U-Bahn hinunter laufe, höre ich ein leises Summen. Es kommt aus meinem Inneren. Ich bin hier angekommen. Alles ist gut. Sollte ich in letzter Zeit vielleicht doch nicht so entspannt gewesen sein?

Wir sind in Ebisu verabredet. Ich bin zu früh.  Als ich die Rolltreppe hoch komme, empfängt mich Rauch und sagenhafter Lärm. Es ist Karneval  at the Station.

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Wir kaufen uns Hülsen at the Combini und setzen uns auf Stiegen in der Nähe. Wir reden über Vieles. Über seine Hochzeitsfeier, bei der er in Japanisch eine Rede halten musste, die er drei Wochen in seiner Küche geübt hatte, wie schön seine Frau bei der Hochzeit war und seine Angst vor den Dingen, die in Europa passieren und so weiter. Ein sehr netter Abend.


 

Am 1.August treffe ich V., eine etwas durchgeknallte Russin, die ich last time bei einer Butoh-Lesson kennen gelernt habe. Ihr Lächeln ähnelt dem einer dieser billigen Marienstatuen, die es von Zeit zu Zeit in Ramschläden zu kaufen gibt. Auch ihr Haar ist ähnlich unordentlich. Sie ist immer noch verpeilt und schlägt einen Onsen oder Kamakura vor. Weil ich eigentlich nicht den ganzen Tag mit ihr verbringen möchte, was ich dann schlussendlich aber doch tue, entscheide ich mich für den Onsen.

„Let´s meet around 11.00 at Shinjuku!“, schreibt sie und ist gut. Shinjuku, einer der größten Bahnhöfe der Welt hat 200 Exits (!). Gut, das Treffen hat geklappt; trotzdem. Wir fahren noch ein Stück mit der Bahn, um dann in eine Shuttlebus zum Onsen umzusteigen. Der Onsen selbst – eine Mischung aus Sauna und Tröpferlbad – ist klein und im Freien. Das Wasser hat eine Farbe wie dünner Kaffee. Wir waschen uns. Eine Frau deutet uns, auf eine Plattform zu gehen. Dort ist ein quadratisches Becken. Die Frauen darin wirken ob unserer Gesellschaft nicht erfreut. Ob das am Zuwachs an Person in dem Becken lag oder daran, dass wir Gajins, weiß ich nicht. Dann wechseln von einem Becken ins andere; heiß, heißer, kalt und wieder von Vorne. In den Boden vor dem Becken mit dem kalten Wasser sind Scheiben aus Halbedelsteinen eingelassen. Es gibt einen Ruhebereich mit Tatamimatten und Decken, wo die Leute schlafen. V. schläft. Sie hat die letzten Tage viel gearbeitet. Dann gehen wir essen. Im Restaurant umspült uns eine Art Meeresrauschen. Ehrlich: ich langweile mich. Aber V. scheint glücklich oder zumindest entspannt.

V. muss zum Unterricht. Sie lernt Akupunktur. Vorher frage ich sie noch nach Butoh, Flohmärkten und Hyakuenshops. Letzteres gäbe es in der Nähe von Shinjuku at the 5th and 6th floor. Sie will mich dorthin führen. Ich dränge sie, den Unterricht nicht zu verpassen. Hab ich a Glück, sie stimmt zu und wir verabschieden uns über-schwänglich. Der Shop ist dann im 8th floor, aber er gefällt mir.

 

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Die erste Nacht, der erste Tag

Ich schlafe tief. Das Erdbeben in dieser Nacht habe ich nicht bemerkt. Die Nacht ist ruhig.

Dank sei der Zeitverschiebung…

Gegen 5 Uhr wache ich auf und glaube zuerst, dass jemand am Gang das Licht brennen hat lassen. Doch als ich das Zimmer verlasse, merke ich, das ist Tageslicht, das ins Zimmer fällt.. Unser Zimmer ist so dunkel.  Während ich Minuten später  noch überlege, ob ich jetzt schon aufstehe oder nicht, beginnt „es“ und ist nicht zu stoppen, bis ich die Batterie herausreiße. Ohayogozaimasu!

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Asakusa liegt zentral. Also machen wir uns zu Fuß auf nach Ueno, um dort einzukaufen. Leicht benommen und wohl noch dehydriert, finde ich auch an diesem Tag nicht gleich meine Orientierung und wir machen einen Umweg.

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Lost in Translation: Werbung auf einem der unzähligen Getränkeautomaten.

In einem Park an der – ich glaube Kyosobashi – machen wir Halt, Rast und sammeln, orientieren uns wieder, um dann entlang eines Flusarmes durch die Seitengassen neuerlich Ueno anzusteuern.

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Ich mag dieses Kleinklein. An vielen Stellen steht einfach so ein Topf mit etwas Grünem.

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IMG_6554 Eine Seitengasse. Man/Frau beachte bitte den sehr kreativen Umgang mit der Elektrik.

Wir sind auf dem richtigen Weg. Nach einer kurzen Visite in einem Kleidungssale in einer Seitengasse erreichen wir die Ameyayokocho. Sie liegt entlang der Bahnstrecke und ist eine Art japanischer Brunnenmarkt. Es gibt dort alles, aber vor Allem: Meeriges.

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Das Plakat hätte ich gerne. Ich mag (das) Bier. (und he, ich kann das lesen: Biru – Asahi. Sugoi!)

Den Hyakuenshop in Ueno gibt´s nicht mehr und so essen wir in einem Schnellimbiss und machen uns auf den Rückweg.

In den weitläufigen Gängen der U-Bahn ist ein gefrorener Block Wasser, der Plastikobst einschließt, aufgestellt zum Anfassen.

Zurück im Zimmer erinnert viel an eine Lobsterparade. Wir bewegen uns langsam und hatten am morgen die Sonnencreme vergessen. Abends sind wir dann wieder in Ueno. Im Park stehen die Menschen einzeln herum und starren konzentriert auf ihre Handys. Sie haben keinen oder kaum Kontakt zu einander. Sie jagen Pokemons.

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Dirty Deal

Ich hatte die Auflage, Quartiere zu finden, die Privatsphäre ermöglichen und eine Dusche/ein Bad haben. Mein persönliches Ziel darüber hinaus ist es, wenig Geld auszugeben. Und das geht auch in Tokyo zusammen. Dank der Technik habe ich mich entschlossen, den Versuch einen Eindruck von unserer ersten Station zu vermitteln, in bewegten Bildern festzuhalten. Mitte kudasai!

(coming soon)

 

 

 

 

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Nihon ni ikimasu. Hab ich schon erzählt, wir fliegen Businessclass?!

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Die Reise beginnt mit Unruhe. Also genauer gesagt, mit einer leichten Hypotonie. Denn wie vereinbart spreche ich noch drei Stunden vor der Reise bei meiner erst neulich  auserkorenen Hausärztin vor, um meine Blutdruckwerte vorzulegen.  „Warum haben sie hohen Blutdruck, junge Frau?“, fragt sie mich mit einem  breiten Zahnspangenlächeln und setzt sich neben mich im Warteraum auf einen Sessel, nachdem sie noch rasch eine ältere Dame ins Behandlungszimmer gebeten hat.

Ich zucke mit den Schultern. „Sagen Sie´s mir!“

„Sie können sich nicht entspannen!“ ist ihre Schlussfolgerung.

Nun ja, ich weiß nicht, ob ich mir jetzt gerade die Zeit nehmen möchte, mir den Wahrheitsgehalt ihrer Diagnose zu überlegen. Also danke ich brav für´s  Ärztinnenmuster gegen zu hohen Blutdruck, wünsche der Sprechstundenhilfe Frau Sommer einen schönen Sommer  und eile mich, um noch zwei dieser Adressdinger zu erwerben, die man an den Koffer hängt.

Danke Online-Checkin sind wir viel zu früh am Flughafen und langweilen uns. Die Businesslounge finden wir nicht. Wir haben auch nicht gesucht. Im Abflugbereich sammeln sich die PassagierInnen. Fast nur JapanerInnen und ich bin grantig. Ich will nicht dorthin und ihr alle nervt. Naja, mein Blutdruck ist zu hoch.

Wir fliegen Businessclass und dürfen als erste einsteigen. Gleich nach dem Abflug kommt die Chefstewardess und fragt, ob alles passt. Auch den Rest des Fluges werden wir ständig übertrieben umsorgt. Es gibt Tischtücher aus Stoff. Eine unüberschaubare Auswahl an Zeitungen, Zeitschriften, Getränken und ich weiß nicht was sonst.  Zum Abendessen gibt es nach einer Auswahl an japanischen Kleinigkeiten und grünem Tee, gebratenen Aal mit einer glibbrigen Haut, der allerdings geschmacklich zusagt. Kein Wunder ist er doch vom namentlich erwähnten Chefkoch an Board zubereitet worden. Selbiger setzte sich dann am nächsten Morgen zum Frühstück ein Hauberl auf, um wahlweise Pancakes oder Omelettes zu reichen. Nach dem Essen gibt es wieder eine reiche Auswahl an Süßem und Früchten und aus dem Boardkaffeehaus Kaffeespezialitäten. Ich nehme einen Kapuziner mit Cognac und Schlag. Hab ich noch nie getrunken. Also eine gute Gelegenheit.

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Ich kann nicht schlafen und sehe mir drei mittelmäßige Filme an. Dabei wird mir ständig etwas zu essen und zu trinken angeboten.

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Das ist kein Ausschnitt des Cockpits. Das ist lediglich die Steuerung für meinen Sitz. Bequemer als Economy ist es jedenfalls sehr.

Wir landen pünktlich gut durchgekühlt. Bereits auf der ersten Rolltreppe, die uns vom Gate wegführt, habe ich das Gefühl, eine Wärmeflasche liegt auf meinem Bauch.

Da Narita etwas entfernt von Tokyo liegt, brauchen wir dann doch drei Stunden bis zu unserem Quartier in Asakusa. Wir wohnen in einer Straße hinter den Tempeln. Übermüdet finde ich mich nicht gleich zurecht. Kann aber dieses Mal nach dem Weg fragen. Es ist heiß und alles klebt an mir.

 

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Folge dem roten Punkt. „Sumimasen……“

In Tokyo werden Adressen anders strukturiert als in Österreich. Beim letzten Mal war mir Alles klar. Doch Mensch vergisst. So stehen wir etwas unsicher vor der richtigen Adresse. Ein schmales hohes Haus, das mir seine Hendeltreppe offeriert, dürfte es sein. Ich erklimme den ersten Stock, vorbei an mehreren vollgestopften Müllkübeln, öffne eine Tür auf der „Office“ steht. „Sumimasen“. Keine Antwort aus dem Raum, der mich zuallerst mit einer speckigen Kochnische empfängt. Also in den nächsten Stock. „Sumimasen“. Ein ähnliches Bild. Ich höre etwas im Eingangsbereich und gehe zurück hinunter. Dann zeigt uns ein junger Mann wie der Müll zu trennen ist, wo wir den Aufzug (!) finden und ja, auch unser Zimmer. Mit Stockbett, indirektem Licht, ohne Schuhe zu betreten, aber mit Klimaanlage. Okaerinasai.

Nach dem Check-in machen wir eine kleine Runde, auch um etwas zu  essen und vor allem zu trinken zu kaufen. Dabei versuchen wir den Werbungen für TouristInnen zu entgehen. Von Rikschafahrern. Schon allein wegen dem Namen.

In der Nähe kommen wir an einem Supa (=Supermarkt) vorbei.

„Sumimasen. Nomimono wa doko ni desu ka.“ „2nd Floor“

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Das ist alles BIER. Ein gutes Land.

 

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wieder hier

…wieder hier

Berliner Mauer

versöhnungskirche berliner mauer

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versöhnungskirche berlin

First we take Manhattan, then we take Berlin

berliner kindl

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