hijikata archive

„I am very aware that my Butoh originates somewhere totally different from the performing arts related to religion – Buddhism, Shinto, or whatever, I am born from mud.“ (Hijikata Tatsumi 1987)

Hijikata (1928-1986) ist der Begründer jenes Tanzes, der sich nun bald schon zwanzig Jahre wie flüchtiger Rauch durch mein Leben zieht: Butoh.

Eigentlich hatte ich garnicht geplant, das Hijikata Archiv in Tokyo aufzusuchen. Um ehrlich zu sein, ich hatte nicht einmal daran gedacht, bis mich die kleine Amerikanerin dazu animierte. Nun, schlussendlich war ich zweimal dort, jeweils fünf Stunden, um Videos abzufilmen, einen sehr seltsamen Horrorfilm zu sehen und nicht zuletzt, die Bücher durchzuarbeiten bzw. zu kopieren.

Das RCAAA ist Teil der Keio University in Minato-ku und in einem modernen Großraumbüro mit lauter kleinen Arbeitskojen untergebracht. Das Arbeitsklima scheint angenehm und entspannt zu sein. So verschwinden alle am zweiten Tag um gemeinsam an einem großen Tisch Tee zu trinken und Erdbeerkuchen zu essen. Es war ein Fest.

Der Archivar Takashi Morishita erinnert an Prof. Greisenegger, versorgt mich nach und nach mit seinen Schätzen und muss mich fotographieren. Es gibt Weniges, das mit einem Moment auf einer Bühne zu vergleichen ist, in diesem Archiv zu arbeiten kommt dem allerdings recht nahe. Genauso wie ich wieder dem Butoh. Vergessen ist der Parkplatz an der Autobahn.

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