Tram fahren

Eigentlich wollten wir heute nach Ota ans Meer, aber es regnet bereits in unserer Früh und so beschließen wir, Straßenbahn zu fahren und zwar mit jener Linie, deren Läuten unseren Schlaf ständig begleitet: Die Arakawa line.

Tram und Bus haben hier einen Einheitspreis zwischen 160 bis 210 Yen unabhängig davon wie weit man fährt. Wir zahlen 160 Yen und fahren zuerst zur einen Endstelle: Waseba. Auf der Universität ist gerade Prüfungszeit und wir dürfen nicht einmal auf den Campus. Im Universitätscafe ist dafür ein freier Platz und ein recht guter Cafe Latte zu haben. Nach Durchsicht der Goods, die im Universitätsshop angeboten werden, gehen wir wieder zur Tram und fahren dieses Mal nach Minowabashi. Dort gibt es nichts außer noch mehr Regen, einem Supermarkt und einem 100 Yen – Shop. Leider ist für uns die erkennbar günstigste Variante eine Einkehr bei McDonalds. Dort bestellen unsere Tischnachbar_innen „shaka shaka“. McDonalds hin oder her, das muss ich auch haben. In einem Papiersackel ruht ein paniertes Hühnerfilet. Dann wird aus einem kleinen Briefchen entweder Käse, Lemon oder Pfeffer dazu geleert und „shaka shaka“.

Nach eingehendem Studium des handlichen bilingualen Stadtplans wird mir klar, dass es von hier nach Ueno garnicht so weit sein kann. Der stärker gewordenen Regen lässt uns dann doch anders entscheiden.

Der lokale Supermarkt hat ein appetitliches Angebot an Convenienced Food. Wir entscheiden uns für zwei Mal Sushi. Ich kaufe noch im 100 Yen-Shop um 105 Yen einen Kleber für meine Schuhe und dann fahren wir zurück.

Nach einer kleinen Siesta, die nur durch irgendwelche Fragen der Vermieterin ganz in der Ferne unterbrochen wurde, bietet sich abends die Gelegenheit die Dame zu fragen, ob ich meine japanischen Bekannten zum österreichischen Dinner einladen darf. Sie hat zugestimmt und will sich auch garnicht beim Aufräumen des Raumes helfen lassen; hab ich a Glück.

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