Oji again

Nach immerhin 1,5 Std. Schlaf fahre ich zum Flughafen und frühstücke bei MacD. (Was für eine Niederlage). Frau Petra (Nachname habe ich wegen des Lärms auch beim Nachfragen leider nicht verstanden) sperrt mein Handy, damit keine Kosten anfallen und freut sich über meinen Dank.

Wir fliegen mit ANA. P. hat sich etwas bei seiner Wahl der allerletzten zwei Sitzplätze in der letzten Reihe gedacht. Er weiß nur nicht mehr was. Ich auch nicht. Es war wohl nicht alles bedenkbar. Wir bekommen als das Letzte und unvollständig. Auch meine Ansage, ich brauche keine Business Class muss ich revidieren: Ich brauche zumindest Platz, um arbeiten zu können. So lese ich über Identitätskonstruktion durch Geschichten erzählen, sehe einen melodramatischen japanischen Film (melodramatisch sind aber ohnehin fast alle Filme aus Japan.) über schwierige Menschen mit komplizierten Beziehungen (Die Adjektiva können getauscht werden.) und ordne anschließend meinen Desktop während ich einem Animationsfilm in Japanisch lausche und keine Ahnung habe, um was es geht.

In Haneda gelandet, geht es zügig weiter. Wir wohnen wieder in Kita ku. Ein ruhiger Wohnbezirk. Der Treffpunkt ist ein roter Postkasten beim nördlichen Ausgang der Oji Station. Ich suche WLAN und gehe von Eck zu Eck, um schließlich entnervt, eine Telefonzelle zu nutzen. Unser Vermieter fährt einen klinisch reinen BMW und ist kein Freund von großen Wort. Er spielt(e) Golf und hatte wohl einen Schlaganfall. Es stellt sich heraus: P. hat eine ganze Wohnung gemietet und wir haben viel Platz. Die Wohnung ist staubig und die Klobrille mit Stoff beklebt. Aber hallo: we are back again!

Nach dem „Check in“ machen wir uns zu Fuß auf den Weg nach Ikebukuro. Die Luft riecht nach Malz und Sojasauce. Ich mag diese Mischung aus Provinz und Metropole.Immer noch stehen in Nischen und vor Eingängen enger, schmaler Hochhäuser, die komprimierten Wohnraum anbieten, Blumentöpfe und allerlei Bepflanztes.

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Wir stürzen in den erstbesten Imbiss und essen Bowls: Totemo oishii desu!

P. schwächelt nach 2/3 des Weges. Deshalb gibt´s vor Ort nur einen Kaffee bei Doutor und einen Anstandsbesuch beim lokalen Hyakuenshop. Wir fahren mit dem JR (JapanRailways) zurück, kaufen im „Supa“ in Oji etwas zu essen und suchen „unsere“ Wohnung. Nach etwas Homeoffice und Recherche ist es für den Tag gut; um 2Uhr.

Ikebukuro

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