Shirahama – ein Tag am Strand

Wir pfeifen auf Sightseeing. Ist ohnehin zu heiß für alles. Außerdem möchte P. an den Strand. So fahren wir ca. 2Std. mit dem JR nach Shirahama. Den Strand hat uns die deutsche Orientierungshilfe vom ersten Tag empfohlen.

Ein Einschub: Hier trinken alle leidenschaftlich gerne „Ice kohi“ Eiskaffee. Aber nicht das, was wir darunter verstehen: mit Vanilleeis und viel Schlag. Hier ist es Kaffee mit Eiswürfel. Etwas halbherzig hatte ich vor, das auch zu probieren.

Wir müssen in Tennoji umsteigen und haben zwischen den Zügen Zeit – für Kaffee. Der Bahnhof ist laut und mein Wunsch nach einem heißen Kaffee zu dieser Jahreszeit unüblich bis unverständlich und so habe ich rascher als ich Widerstand leisten kann, einen Becher mit Eiswürfel in der Hand und den Hinweis, wo ich am Automat drücken muss. Na gut, dann ist es eben jetzt. Dann trinken wir „Ice kohi“. War gut.

Am Bahnhof in Shirahama werden alle TouristInnen professionell eingewiesen, denn zum Strand muss man noch ein Stück mit dem Bus fahren.

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Der Strandabschnitte ist kurz und auch das „Zu-weit-hinausschwimmen“ ist nicht erlaubt.

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Ich bade das zweite Mal in meinem Leben im Meer. Das letzte Mal war vor mehr als 25 Jahren in Kroatien. Das Wasser ist warm, sogar für mein stets erfrorenes Gemüt und einigermaßen sauber. Der Dresscode hier lässt das Burkaverbot an anderen Stränden absurd erscheinen. Her gehen Männer wie Frauen teilweise mit Ganzkörperbekleidung ins Wasser. Außerdem scheint es, dass viele der Erwachsenen nicht schwimmen können. (Oder Schwimmreifen sind der letzte Schrei.) Es wird Wasserball gespielt und Fische gefangen, die dann in kleinen Behältern am Strand ihren Hitzekollaps erwarten.

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Ich plantsche ein wenig zur Abkühlung und bereite einen leichten Sonnenbrand vor. Dann möchte ich gerne ein Souvenir. Ich finde einen gelben Gummiring, einen Zigarettenstummel, ein Plastiksackerl und für einen Moment einen Schwarm kleiner Fische, aber keine Muschel. Alles weggefischt oder abgemuschelt.

Nach ca. 1 Std. brechen wir wieder auf. Duschen das Meerwasser vom Körper und schüttelt aus allem den Sand. Dann laufen wir zum Bus. In der Station stürme ich mit anderen Badenden das kleine Kiosk, kaufe Onigiri, Bier und was zum Knabbern, Tintenfisch,  für die Rückfahrt. Ich bin angenehm müde und das Bier tut sein Übriges. Ein netter Tag.

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Am Abend hoffen wir die Freundin einer Bekannten aus Wien treffen zu können, um ihr Schokolade und Salami übergeben zu können. Sie spricht kein Englisch. Ich versuche mich mit ihr um 20 Uhr im Nambawalk zu verabreden. Sie will um 19.30 zu uns kommen. Naja.

Es klappt und ich nehme sie mit in den Kasten. Irgendwie eine verkrampfte Situation. Sie bringt uns ein Handtuch als Geschenk. Ich bin irritiert. Wir tauschen hektisch die Geschenke aus und schon ist sie wieder weg. Wir müssen noch packen. Morgen geht´s nach Kyoto.

 

 

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