Nach dem dreistündigen Tanztraining mit Yuri machte sich die ganze Gruppe auf den Weg zum Bahnhof, um schließlich in eine Izakaya, einer japanischen Kneipe, im ersten Stock einzukehren. Außer Yuri und Seisaku war noch ein weiterer Butohtänzer dabei und Yumiko mit ihrem spanischen Freund Miguel, der sicher weniger Masse auf die Waage bringt als ich, aber den Unterschied durch dichte Ganzkörperbehaarung (außer am Kopf) wettmacht.
Yuri sagt dem Werber auf der Straße vor dem Lokal wieviele Personen wir sind. Dann steigen wir hinauf. Bereits an der Tür empfängt uns ein weiterer Mitarbeiter und führt uns zu einer Koje. Please, take your shoes off. Die kommen in einen Kasten vor der Koje. Leider habe ich dort kein Foto gemacht. Hier ein Serviervorschlag.
Unter dem Tisch ist eine Grube mit einer Decke zum Wärmen oder man kann auf den Pölstern knieen. In Japan ist es üblich zum Alkohol Kleinigkeiten, Tsumami, zu essen, ja es wird sogar erwartet. So, beginnt die Runde rasch, viel und wild zu bestellen. Nach dem Sake und dem Bier, edamame (gesalzene Bohnen), Udon mit Makrele, Leberspießchen, Mochi gekocht in Sauce usw. Es ist üblich das Alles geteilt wird, auch die Rechnung am Schluss. Ich komme mit 2000 Yen davon, was mir allerdings die Erfahrung wert war.
Das Bier war gut. Mein Sitznachbar versetzte es mit Eiswürfel, die es im übrigen in fast jedem kalten Getränk gibt. Der Sake wird in einer Holzkiste serviert. In ihr liegt ein großes Stück Bambus mit dem Sake und als Dekoration liegen einige Eiswürfel oben auf. Auch die kleinen Essensportionen sind nett dekoriert und das Personal wie immer sehr eifrig.
Tabetai desu ka?
