In diesem Land haben auch Hündinnen ein Hundeleben. Denn Hund wie Hündin haben hier ALLES.
Aber jetzt erst einmal schön der Reihe nach: Zwar hatte auch die Vermieterin während unseres letzten Aufenthaltes einen kleinen Hund, aber so viele Hunde, wie dieses Mal sind mir nicht aufgefallen. Ob der Grund für meine Wahrnehmung die Diskussionen im burgenländischen Kreisverkehr oder doch veränderte Lebensgewohnheiten der Japaner_innen sind, kann ich nicht so genau ausmachen. Jedenfalls sehe ich mehr Hunde/Hündinnen als im Jahr 2006. Netterweise Rassen, die bei uns ganz aus der Mode gekommen sind: (Königs)pudel, Dackel in allen Farben und diese Queengefolgschaft. Auch große Hündinnen queren manchmal. Wo jene allerdings nachts geparkt werden, weiß ich nicht, bei Wohnungen mit 9m2; Am Brustgeschirr vom Balkon?!
Was mich irritiert, ist der Umgang mit diesem Getier. Fängt an bei der Wahl im Prospekt der Tierhandlung des Vertrauens, wo auch gleich das blinkende Halsband, der Ausgehanzug und der Kinder- äjm – Hundewagen gekauft werden kann.
Dort sind die Welpen einzeln, mnachmal zu zweit in Glaskästen verstaut.
Wer den Hund/die Hündin hat, kauft auch Kleidung für selbige. Casual Jeansanzug, Bienenkostüm oder ein schlichtes Strickensemble. Hasenohren und Haarspangen sind selbstverständlich.
Und dann muss Hündin/Hund überall mit. Auf den Flohmarkt im Tierrollkoffer oder passendem Rucksack. Zum Shopping oder sonntags in den Tempel.



