Kleinere Abweichungen

Wenn ich über Japan erzähle höre ich recht oft die wohl eher rhetorisch gemeinte Frage: „Aber die sind schon ganz anders? Also ich meine, die Kultur ist dort schon sehr fremd, gell?“ Darauf antworte ich genauso oft, dass ich eher das Verbindende wahrnehme, denn das Trennende. Aber jetzt einmal Butter bei die Fische (wie unsere deutschen Freund*innen, warum auch immer, sagen.): Es gibt schon so das Eine oder Andere, das hier anders schmeckt, riecht, kostet oder ausverhandelt wird. Hier wird auch im Dezember Wasser mit Eiswürfel gereicht (dafür allerdings gratis) und die Menschen trinken gekühlte Getränke in überhitzten Räumen. Dafür haben manche junge Frauen unter dem Minirock KEINE Strumpfhose an oder tragen Schlapfen.

Auch beim Essen gibt es mehr oder weniger charmante Unterschiede: Statt Maroni gibt es heiße Süßkartoffeln und zum Frühstück Reis, Suppe, Natto, Beef, Salat u.ä.

Etwas verbindlich Trennendes gibt es nicht nur zu Weihnachten: Die Sets (jap. Setto). Erinnert an die Geschenkskörbe vom Meinl, allerdings hier mit allem, was man sich vorstellen kann: Kaffee, Tee, Süßigkeiten, Wurst, Schinken, Kleidung….

Neben den diversen Gestecken und Reiskuchen, die zu Neujahr wichtig sind, kann der/die kosmopolitische Japaner*innen so auch das Weihnachtsessen schlechthin kaufen: Richtig! Kurimasukeki! Chrismascake!

keki

Der Vollständigkeit halber muss ich hier einen Fund aus dem Supermarkt posten, dessen Verwendungszweck ich erst recherchieren muss. Ich werde berichten. Denn es gibt zwar keinen Sellerie für die Suppe dafür gab es Hendlhaut pur.20191217_170308

Auch der generationenübergreifende Hang zu Automaten scheint mir dann doch etwas eigener als bei „uns“:

IMG_0037

Erfreulicher als noch vor drei Jahren: Die Netzabdeckung mit Free-WIFI.

IMG_0038

Besonders, da ich meinen bilingualen Stadtplan vergessen habe und auch in Jimbocho, dem (zumeist antiquarischen) „Bücherbezirk“ Tokyo keiner zu bekommen war. Wenigsten machte Akihabara seinem Ruf als Elektronikhotspot alle Ehre: Meine Kamera hat jetzt eine Abdeckung mit Bandl und eine Herrenhandtaschenschlaufe.

IMG_0049

Die Bilder mit blinkenden Leuchtreklamen und viel Blingbling aus Akihabara sind bekannt. Wenn ich den Plan richtig gelesen habe, so gehören die Häuser rechts des Flusses auch zum Stadtteil. Ein ganz anderer Ausschnitt.

This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert