Neues Spiel, neues Glück. Wir verlassen den Kasten in Osaka gegen 10Uhr. Nach einem etwas nervigen Gefummel am Schlüsselkasten steuern wir zügig den Nambawalk an, um dort ausgiebig zu frühstücken und vor allem im Internet zu tun. Denn die Fahrt nach Kyoto dauert nur 30min und der Check-in dort ist erst nach 15Uhr. Wir finden eine Bäckerei, die zwar für unsere Verhältnisse vor Ort nicht gerade günstig ist, aber sehr gut. Toast mit Ei (warm), Kaffee und anderes machen die nächsten 1 1/2 Std. mehr als erträglich.
Gegen 14Uhr fahren wir nach Shin-Osaka und steigen statt in den Shinkasen schließlich in einen JR Rapid ein. Nun, die Fahrt dauert statt 15min halt 26min, aber das ist mehr als verkraftbar.

Wir sind at Kyoto Station. Ich versorge uns mit Touristinformation und wir fahren mit dem Bus weiter zu unserer Unterkunft. Unser Vermieter hier hat alles sehr genau beschrieben und erfreulicherweise im Netz sehr gute Bewertungen und so finden wir unsere Bleibe ohne Irrungen.
Wir wohnen in einer Tatamiwohnung im 6F. Blöd nur, das der Aufzug kaputt ist. Es gibt hier in drei Etagen „Zimmer“. Auf jeder Etage sind acht Einheit. Eine davon wird als Gemeinschaftsdusche oder Küche genutzt. Ist wohl ein herunter gekommenes Wohnhaus. Die Türen sind aus Metall und es ist staubig.
Ich wüsste gerne mehr über die Menschen, die hier gelebt haben. Aber es bieten sich keinerlei Hinweise. Schade irgendwie. Am Abend bildet der etwas zu sehr inszenierte Sex von zwei jungen Deutschen deren Höhepunkt des Tages. Die Wände sind hier dünn. Nach dem „Einchecken gehen wir die Straße entlang, um noch eine Kleinigkeit zu essen. Wir wohnen nahe dem goldenen Pavillon, einer sehr bekannten Sehenswürdigkeit hier. Aber das gibt´s morgen. Denn hier tut sich erst ab 9 Uhr Vormittag etwas (nicht, dass ich um die Zeit schon was tun wollte), aber dafür ist dann auch gegen 17 Uhr schon wieder Schluss. (Also täte ich, wenn möglich ja doch früher…)
Am nächsten Morgen starten wir los zum Kinkaku-ji (jap. 金閣寺, dt. „Goldener–Pavillon-Tempel“). Er liegt wirklich um´s Eck. Allerdings wissen wir gar nicht so genau, auf was wir hinsteuern und der Grad der Absurdität wächst, je stärker uns der Strom an Tourist_innen mitzieht. So beschließen wir am Eingang umzukehren. Erst einmal recherchieren.
Durch Nebenstraßen, in denen kleine Geschäfte so die alltäglichen Dinge anbieten, gehen wir zum Palast. Es ist interessanter, am Leben einer Stadt – zumindest peripher- teilhaben zu dürfen, als ihre Reliquien zu fotografieren.
(To be continued)