Am 2. und 3. Jänner feierte das National Museum of Tokyo seinen 140. Geburtstag mit einer Reihe an unterschiedlichen Events.
Das Museum liegt am Rande eines Parks in Ueno, in dem neben zwei künstlerischen Hochschulen auch das National Museum auf Western Art, das Ueno Royal Museum, das Tokyo Metropolitan Art Museum und das National Science Museum liegen. An letzterem führt der Weg vorbei zum National Museum of Tokyo.
Dieser riesige Wal schmückt das Sciencemuseum. Eine alte Dampflok daneben versinkt bei dieser Mächtigkeit in die Bedeutungslosigkeit. Hier gilt wieder einmal: Dezenz ist Schwäche.
Vor dem Haupteingang baut eine Trommler_innengruppe „Wadaiko Obiki“ ihre Instrumente auf. Taiko oder auch Daiko ist ein traditionell japanisches Instrument und die Gruppen trommeln nicht nur, sondern machen eine komplette Show. Meist sind es ganze Familien, die eine solche Gruppe bilden und die zu einem Shrine gehören. Diese Gruppe hier war zwar sehr bemüht, aber es gibt beeindruckendere…
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Danach folgte der Shishimai – der Liondance performed bei Toto Kasai Hayashi Mutsumikai. Die Truppe spielte so routiniert und erinnerte mich sehr an meine Zeit bei „Kasperl und Pezi“ Zum Abschluss wurde noch das Publikum bespielt, was nicht nur bei den Kindern gut ankommt.
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Denn Drachentanz habe ich dann fast ganz ausgelassen. Nur noch seine Schwanzspitze habe ich erwischt.
Also auf ins Museum selbst.

Mehr als ein Saal beschäftigt sich mit den Theatermasken.
Wer jetzt erst recht auf den Geschmack gekommen ist. Das Museum hat unter dem Button „Collections“ ein e-Museum.
Die einzelnen Museen, Tempel und der Park selbst sind zwar für einen Tag ein übertriebenes Monsterprogramm, aber einer geht noch: Der Toshugu Shrine – gleich neben dem Zoo. Leider war selbiger aus Renovierungsgründen verhüllt. Was blieb war zu lustwandeln und die eine oder andere Impression festzuhalten.
Von so vielen bedeutungstragenden Artefakten geschwächte, war es wieder einmal an der Zeit geistige wie materielle Nahrung aufzunehmen. Zuerst fiel ich in einen japanischen Buchladen ein, der eine seltsame Mischung aus Fotobänden – Ich zog aus einem großen bunten Haufen ein Buch mit vergilbtem Einband meines Lieblingsfotographen Shinzo Maeda heraus – und pornografischen Werken bzw. eindeutig zweideutigen Filmaufnahmen anbot.
Selbstverständlich aus reiner Höflichkeit stattete ich dem 100 Yen-Laden daneben einen Besuch ab, um mit Sackerln bewaffnet der Ameyoko, einer bekannten Einkaufsstraße entlang den auf Stelzen gebauten Gleisanlagen des JRs (East Japan Railway Company) gewachsen zu sein.














