Es ist heiß. Alles klebt am Körper. Aber wir wollen nach Ebisu zum Bon odori. Es ist Samstag und in Asakusa Station viel Mensch unterwegs. So sehen wir das erste Mal die oftmals kolportierten Schlichter_innen. Allerdings nicht im Nahkampf.

Wir sind zu früh dort. Der Platz vor der Station ist noch fast leer. Wir kaufen uns Yakitori, die leider recht schwabbelig sind. Dann streunen wir in der Gegend herum, auf der Suche nach einer Rast.
Ein Park bietet sich an. Mehr Gstetten als Grün. Aber immerhin. Ein Obdachloser hört auf seinem Karton Radio, Kinder spielen und Eltern mit Kleinkindern planschen in einem flachen Bassin. Wir beobachten. Auf dem Rückweg geht vor uns eine kleine Familie: Frau mit Kind-erwagen und der Mann hinterher. Er bleibt alle paar Meter stehen. Als wir ihn überholen, sehen wir warum: Er jagt Pokémons.
Zurück bei der Station ist alles voller Rauch und Menschen. Auf einer Plattform wird wie am Fließband gegrillt und an kleinen Ständen werden die Ergebnisse wie Yakitori und andere Snacks verkauft. Wir essen gegrillten Oktopus, der mich allerdings eher an salzigen Fahrradschlauch erinnert. (Muss ich bei der nächsten anstehenden Reparatur doch mal probieren.)

In einer Seitengasse können Kinder an Geschicklichkeitspielen wie Plastikfische angeln oder Ringe werfen teilnehmen. Viele von ihnen tragen blinkende Armbänder in rosa, blau und grün. Das will ich auch. Als ein Besitzer_innenloses vor mir auf dem Boden liegt, greife ich zu – damit´s halt nicht verkommt.

P. meint, die Armbänder sind ein Geschenk, wenn man spendet. Upps! Naja, dann spende ich halt und nehme noch ein Armband. Die Spendenkastenhalter_innen sind verwirrt und ich glücklich.
Da ich so ein Gewackel locker auch hinbekommen hätte und „wordpress“ für ein-gebundene Videos finanzielle Gegenleistung erwartet, Hier ein Link zum diesjährigen Event. Such´ mich!