Otsu

Möwenlied

Wir fahren in die Stadt Otsu am Biwa-See, dem größten Binnensee Japans. Otsu ist die Hauptstadt der Präfektur Shiga. img_0443.jpg

So ruhig sich dieser Ort Anfang Jänner 2020 immer noch in Sonntagskondition präsentiert, so bewegt ist die Geschichte dieser Hafenstadt: Otsu war von 667 bis 672 unter den Tennō Tenji und Kōbun die Hauptstadt Japans (Ōmi-kyō bzw. Ōmi no Miyako (近江京, dt. „Hauptstadt von ōmi“). Bewegt dürfte auch das Jahr 1891 gewesen sein, denn der russische Thronfolger Nikolaus II. wurde nach einem Ausflug zum See und zum Tempel mit einem Säbel angegriffen.

Nach dem „Tourists Center“ und einem ausgezeichneten Ramen-Mittagessen am Bahnhof gehen wir eine der Straßen, die alle zum See führen hinunter.

Der Ausblick auf den See ist schön und wenn die Sonne scheint, ist es angenehm warm. Auf den See blickt ein riesiges Hotel.Tourist*innen gibt es allerdings in überschaubarer Anzahl. Wir wollen den See entlang, vielleicht zur Motorbootrennstrecke, die wir nie erreichen. So gehen wir eine kurze Zeit entlang einer stark befahrenen Straße und biegen dann links in Richtung zum Tempelareal ein. Ein kurzer Kaffee- und Recherchestopp im „Ministop“ vorweg, dann sind wir auch schon auf dem Weg zum Miidera Tempel.

IMG_0444Niomon/Daimon Gate

Der Miidera-Tempel wurde als Onjoji-Tempel von Kaiser Temmu zu Ehren seines ermordeten Bruders im Jahr 672 am Fuß des Berges Hiei errichtet. Den heutigen Namen bekam er erst ca. 200 Jahre später wegen der drei Brunnen (mi) bzw. Quellen (ii), das von diesem Zeitpunkt an für Waschzeremonien u.a. von neugeborenen künftigen Kaisern verwendet wurde.

Temmu

Kaiser Temmu (天武天皇) (*631? – † 686); nach traditioneller Zählweise der 40. Kaiser; herrschte von 672 bis 686 in Fujiwara kyo Yamato und reformierte das Rechtsystem nach Vorbild des chinesischen Systems.

to be continued

 

 

 

 

 

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2 Responses to Otsu

  1. einefragehabich says:

    Schade, dass die Möwen von einem bekennenden Anthroposophen sind – ob wohl doch das Werk zu trennen wäre von der Künstler*in?
    Jedenfalls sind sie eine nette Erinnerung an das erste freiwillig auswendig gelernte Gedicht

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