Der Bezirk Shinjuku entstand 1947 durch den Zusammenschluss der Stadtteile Yotsuya, Ushigome und Yodobashi. Ushigome wird in den Reiseinfos als Geheimtipp beschrieben, weil es noch nicht so sehr von Tourist_innen überlaufen ist und eine interessante Mischung an Häusern und Geschäften bietet.
Vom Bahnhof Iidabashi ist das erste Ziel der shintoistische Shrine „Tsukudo-hachiman-jinja“. Vorbei an einem mit Stacheldraht eingezäunten Kinderspielplatz geht es einen kleinen Hügel hinauf. Am Fenster eines Nebengebäudes steht „Free information about shintoism avaible. Please ask at the little window behind you.“

Wieder zurück auf der Straße entdeckte ich an einer Kreuzung endlich meinen Daruma. Ich kaufe die Figur in einem kleinen Geschäft, das Geschirr, Souvenirs, Blumentöpfe und noch allerlei Krimskrams in der Auslage hat. Dort wo ich die Kassa vermute, sitzt eine kleine alte Frau an einem Tisch und schläft. Zu ihrer Füßen wärmte sich eine Katze an einem elektrischen Heizer. (Sie hatte auch schon ganz rote Streifen auf dem Fell….) Dann kommt die Ladenbesitzerin. Während sie das Ausstellungsstück, das ich zwecks der Verständigung von draußen mit herein genommen hatte, gegen einen neuwertigen Daruma im Lager ausstauscht, starrt die alte Frau, die inzwischen munter geworden war, auf die Figur und murmelt ein wenig ungläubig den Preis: ni hyaku san jiu hachi en. Dann wurde Ae(te) – warum auch immer hat er jetzt einen Vornamen – sorgfältig in ein Papiersackerl verpackt, verklebt und in einem obligatorischen Plastiksackerl verstaut. Arrigato.
Auch beim Brotgeschäft habe ich das Fotografierverbotsschild zu spät gesehen….

Den restlichen Nachmittag verbrachte ich damit, das Yarai Noh Theater in der Gegend zu suchen und nach Durchlaufen von immer enger werdenden Bahnen auch zu finden, aber das ist eine andere Geschichte……..
