Ich trade mit relativ geringem Einsatz und relativ wenigen Positionen. Für mich sind daher Ordergebühren und Steuer relevante Ausgaben. Ich muss sehr knapp kalkulieren, damit ein kleiner Gewinn sich nicht bei näherer Betrachtung als Pyrrhussieg herausstellt.
Außerdem beobachte ich nicht 24/7 die Börsenkurse und bekomme daher nicht jede Kursschwankung sofort mit.
Für mich hat sich deshalb eine voreingestellte „Stop-Loss/Limit-Buy Schere“ als sehr praktikabel erwiesen. Das funktioniert nur mit stark gewichteten und entsprechend großen Positionen, die bereits signifikant im Plus sind, also ab etwa 15% plus und ab mindestens 2.000 € besser 4.000 € Wert.
Ich gebe für 30% bis maximal 50% der Position eine langfristig getimte Stop-Loss Verkaufs-Order knapp (1 € bis 4 €) unter dem aktuellen Kurs ein. Wird die Order ausgeführt, gebe ich eine langfristig getimte Limit-Buy Kauf-Order in gleicher Größe ca. 10% bis 20% über dem ursprünlichen Einstandskurs oder ca. 20% unter dem aktuellen Verkaufskurs ein.
Alternativ setze ich einen Kursalarm statt der Limit-Buy Kauf-Order und setze dann, wenn der Alarm getriggert wird, eine Trailing-Stop-Buy Kauforder mit Stop-Buy knapp über dem aktuellen Kurs und kleinem Trailing-Stop Abstand.
Das alles macht aber nur Sinn, wenn nach Abzug der Ordergebühren und der Steuer noch genug Gewinn übrig bleibt. Da heißt es genau kalkulieren. Und am besten funktioniert das, wenn es gelingt, da auch noch kurstechnische Signale der Börsenexpertinnen zu berücksichtigen.
