Spesen nicht unterschätzen!

Es kommt immer darauf an, was frau mit ihren Aktien grundsätzlich vorhat, ob langfristig bunkern, nur die Dividende abschöpfen oder auf möglichst schnellen Kursgewinn und Verkaufserlös spekulieren.

Unterschiedliche Plattformen bieten unterschiedliche Möglichkeiten. Mein erstes Aktiendepot habe ich bei der Ersten eröffnet. Für Fonds nutze ich ING. Mittlerweile habe ich ein zusätzliches Depot bei flatex. Order bei der Ersten kosten vergleichsweise sehr viel, bei manchen Börsen noch mehr, im Durchschnitt 30 € pro Order. Bei flatex aktuell nur ~ 5 €. Dafür sind andere Spesen dann wieder bei flatex teurer, etwa für ausländische Dividenden oder cashkonto-Negativzinsen.

Eine meiner Aktien, de Longhi hat sich seit Kauf vor ungefähr 4 Monaten herausragend gut entwickelt. An die 15% plus. Die habe ich noch bei der Ersten geordert. Bei aktuell 180 € Gewinn habe ich erwogen, diese Aktien zu verkaufen. Nur leider: Für Orders an der Mailänder Börse sind die Gebühren besonders hoch. In meinem Fall ~ 45 € beim Kauf, jetzt falls ich verkaufe nochmals 45 € und dann noch zusätzlich die KeSt von ~ 50 €, macht insgesamt Spesen von 140 €. Von meinem Gewinn blieben mir 40 €. Gut, das wären für 4 Monate immer noch weit bessere Zinsen als bei jeder normalen Sparform. Aber wirklich toll klingt das nicht mehr.

Fazit: Immer die zu erwartenden Spesen im Auge behalten und Vor- und Nachteile der jewiligen Handelsplattform sehr genau prüfen.

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