{"id":1881,"date":"2016-08-19T13:10:12","date_gmt":"2016-08-19T13:10:12","guid":{"rendered":"https:\/\/insho.wordpress.com\/?p=1881"},"modified":"2016-08-19T13:10:12","modified_gmt":"2016-08-19T13:10:12","slug":"kulturbier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.fobis.org\/inshou\/2016\/08\/19\/kulturbier\/","title":{"rendered":"Kult(ur)bier"},"content":{"rendered":"<p>Den vierten Workshop Tag beginnen wir fr\u00fch,\u00a0um den etwas entfernteren Moerenuma-Park (jap.<span lang=\"ja-Jpan\" xml:lang=\"ja-Jpan\">\u30e2\u30a8\u30ec\u6cbc\u516c\u5712<\/span>, <i>Moere-numa-k\u014den<\/i>)\u00a0erreichen zu k\u00f6nnen. Diese Parkanlage wurde\u00a0vom japanischen Skulpturk\u00fcnstler <a title=\"Isamu Noguchi\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Isamu_Noguchi\"><span style=\"color:#0066cc\">Isamu Noguchi<\/span><\/a> 1988 entworfen und 2003 fertig gestellt. UND: Wir wollen die\u00a0Sapporo Beer Brewery besuchen und dort Jingiskan-style zu essen. Aber alles der Reihe nach&#8230;<\/p>\n<p>Von einer Subwaystation aus, m\u00fcssen wir laut Touristmap noch ca. einen halbe Stunde mit einem Bus fahren. Im Busbahnhof kann ich mich ganz gut orientieren und bez\u00fcglich der Zahlungsmodalit\u00e4ten im Bus hilft freundlicherweise der Fahrer. Wir fahren durch einen Randbezirk von Sapporo,\u00a0eine Mischung aus\u00a0Gewerbepark mit lieblosen (Gemeinde)bauten und uninteressanten Wohnh\u00e4usern.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1950\" src=\"https:\/\/insho.files.wordpress.com\/2016\/08\/img_7200.jpg\" alt=\"IMG_7200\" width=\"2592\" height=\"1944\" \/><\/p>\n<p>Es freut mich aber, dass ich die Anzeige im Bus lesen kann, denn die Durchsagen sind leider (noch) nicht verst\u00e4ndlich.<\/p>\n\n<p>Diese ca. 16ha gro\u00dfe Parkanlage ist gepr\u00e4gt von Skulpturen, die unterschiedlichste Pyramiden assoziieren. So f\u00fchren 317 Stufen auf den h\u00f6chsten Aussichtspunkt hinauf und 242 hinunter. (Ich hab\u00b4s gez\u00e4hlt.)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1899\" src=\"https:\/\/insho.files.wordpress.com\/2016\/08\/img_7163.jpg\" alt=\"IMG_7163\" width=\"2592\" height=\"1944\" \/><\/p>\n<p>Oben angekommen, ist der heftige Wind eine recht angenehme Abk\u00fchlung und es bietet sich eine gute \u00dcbersicht \u00fcber die Anlage.<\/p>\n\n\n<p>Aber dann geht\u00b4s auch schon weiter, Tourismus ist ein hartes Gesch\u00e4ft, nicht nur f\u00fcr die Angestellten. Man steht st\u00e4ndig unter Zeitdruck. Rasch noch ein paar der riesigen Skulpturen und die Ausstellung in der gl\u00e4sernen Pyramide \u00a0fotografiert, w\u00e4hrend die Ortsans\u00e4ssigen beneidenswerterweise unter Sonnenzelten im Gras liegen oder etwas spielen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8230;und rasch zum Bus, damit sich ein Speeddating mit dem Museum als Vorwand f\u00fcr Bierkonsum und gebratenes Lamm auch noch ausgeht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1951\" src=\"https:\/\/insho.files.wordpress.com\/2016\/08\/img_7201.jpg\" alt=\"IMG_7201\" width=\"2592\" height=\"1944\" \/><\/p>\n<p>Ich mache es kurz: Ein entt\u00e4uschender Ausflug. Au\u00dfer einer Ausstellung mit den Modellen der diversen Produktionsst\u00e4tten, den Direktoren (denke ich &#8230;) und alten Plakaten, kann das Museum nicht viel. Keine Bierverkostung (vielleicht bei der\u00a0 Premiumf\u00fchrung) und auch im Shop\u00a0sind nur die kleine Schokobierf\u00e4sser originell. Das Jingishkanmenu, das auf einem Gu\u00dfeisenteil zubereitet wird, das die Form des Hutes dieses Soldaten haben soll, entpuppt sich als Do-it-yourself-Grillspa\u00df . Danke, ich mag nicht selber grillen, schon gar nicht bei der Hitze.<\/p>\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1954\" src=\"https:\/\/insho.files.wordpress.com\/2016\/08\/img_7204.jpg\" alt=\"IMG_7204\" width=\"2592\" height=\"1944\" \/><\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg zur Subway besorgen wir noch rasch ein paar Sandwich, die wir in der Station essen. Dann muss ich auch schon zum Workshop.<\/p>\n<p>Beim Workshop ist irgendwie die Luft drau\u00dfen. Wir reden viel, die Pausen sind l\u00e4nger und wir schauen Film bis mir der Po einschl\u00e4ft. Sensei ist w\u00e4hrend der\u00a0anschlie\u00dfenden \u00dcbungen davon \u00fcberzeugt, dass ich Schmerzen habe und zwingt mich auf einen riesigen Polster. &#8222;Are you ok?&#8220; &#8222;Yes!&#8220; &#8222;No, I don\u00b4t think so.&#8220;<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter bin ich mit P. in Susukino verabredet. Dort findet das Nightlife von Sapporo statt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1961\" src=\"https:\/\/insho.files.wordpress.com\/2016\/08\/img_7220.jpg\" alt=\"IMG_7220\" width=\"2592\" height=\"1944\" \/>Nach oberfl\u00e4chlicher Inspektion kommen wir zu dem Schluss, dass sich hier nur ein weiteres fairywheel und jede Menge Itzakaya anbieten. So essen wir Curry mit Spargel und Melanzanie (schmeckt hier eher wie Gulasch) und fahren &#8222;nach Hause&#8220;. P. ist nicht der Mensch f\u00fcr eine Sauftour. Aber ich komme sogar zu meinem Bier.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1962\" src=\"https:\/\/insho.files.wordpress.com\/2016\/08\/img_7224.jpg\" alt=\"IMG_7224\" width=\"2592\" height=\"1944\" \/><\/p>\n<p>Der letzte Workshoptag beginnt sp\u00e4t. Wir verzichten auf Sightseeing. Gibt eh nicht so viel zu sehen. Wir\u00a0wollen vor dem Tanzen ehrer noch nett essen. Leider habe ich am Essensautomaten kein gl\u00fcckliches H\u00e4ndchen und sitze schlie\u00dflich vor einer Sch\u00fcssel mit billigem H\u00fchnerfleisch inklusiver wabbeliger Haut und rohem Ei.<\/p>\n<p>Im Workshop bietet mir Sensei sehr bewerte Schmerzpflaster gegen R\u00fcckenschmerzen an. Ich kann ihn nicht davon \u00fcberzeugen, dass ich keine Schmerzen habe und danke h\u00f6flich. Ayako ist wieder da und ein Mann, der als &#8222;Mann aus Tokyo, der hart arbeitet&#8220; vorgestellt wird. Im Raum ist es schw\u00fcl. Wir gehen wieder &#8211; auf Tatamimatten ist\u00a0es schwierig, das Gleichgewicht zu halten. Das erste Mal seit ich hier bin, habe ich das Gef\u00fchl &#8222;in der Bewegung&#8220; zu sein und Sensei lobt mich. Dann schaun wir wieder Film. Er zeigt uns u.a. Mitschnitte seiner Auff\u00fchrungen. Ich muss daran denken, dass die Einen unterrichten und die Anderen auf die B\u00fchne gehen.<\/p>\n<p>Eigentlich hat er uns versprochen, unser eigenes Butoh zu entdecken. Auch daf\u00fcr findet sich Zeit: Ab 19.30 (Der Workshop endet um 20.00 Uhr). Allerdings nur f\u00fcr einen Augenblick, schon gibt er vor, wie wir tanzen sollen.<\/p>\n<p>Nach einem relativ raschen Abgang mit vielen H\u00f6flichkeiten, tauschen der amerikanische J\u00fcngling auf dem Weg zur Subway noch unsere Eindr\u00fccke aus, bevor wir uns trennen. Dann kaufe ich noch Gebackenes f\u00fcr\u00b4s\u00a0 Abendessen und unsere Bentoboxen. Unser Vermieter ist wieder zur\u00fcck. Wir plaudern. Dann ist Zeit zu packen und rasch zu schlafen, denn unser Zug geht um 8.30.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den vierten Workshop Tag beginnen wir fr\u00fch,\u00a0um den etwas entfernteren Moerenuma-Park (jap.\u30e2\u30a8\u30ec\u6cbc\u516c\u5712, Moere-numa-k\u014den)\u00a0erreichen zu k\u00f6nnen. Diese Parkanlage wurde\u00a0vom japanischen Skulpturk\u00fcnstler Isamu Noguchi 1988 entworfen und 2003 fertig gestellt. 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