{"id":1693,"date":"2016-08-12T15:39:27","date_gmt":"2016-08-12T15:39:27","guid":{"rendered":"https:\/\/insho.wordpress.com\/?p=1693"},"modified":"2016-08-12T15:39:27","modified_gmt":"2016-08-12T15:39:27","slug":"nihon-buyo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.fobis.org\/inshou\/2016\/08\/12\/nihon-buyo\/","title":{"rendered":"Nihon buyo"},"content":{"rendered":"<p>Nihon buyo ist ein klassischer japanischer Tanz, den ich bereits vor Jahren probiert habe; bei einer Technikerin im 22.Bezirk, irgendwo ganz drau\u00dfen im Gr\u00fcnen, die f\u00fcr die Stunde \u20ac40.- verlangte.<\/p>\n<p>Nun bietet es das Tourismuscenter for free an. Drei Mal. Immer sonntags. Man muss sich lediglich eine Z\u00e4hlkarte holen. Mach\u00b4 ich dann auch. Alles ist, wie fast \u00fcberall hier, durchorganisiert. Bis ich im sechsten Stockwerk ankomme, werde ich mehrfach begr\u00fc\u00dft. Mein Name wird nochmals \u00fcberpr\u00fcft. Dann hei\u00dft es wartet. Der Raum mit ansteigenden Sitzreihen ist gef\u00fcllt mit Tourist_innen. Manche wollen tanzen, viele sind Zuschauer_innen. Nach und nach werden alle in Yukatas (Baumwollkimonos gekleidet). W\u00e4hrend dessen ist eine Dame darum bem\u00fcht, mit mir Small talk zu pflegen. Ein junger Mann ist zust\u00e4ndig f\u00fcr die breite Schleife um meinen Bauch. Dann darf ich wieder Platz nehmen. W\u00e4hrend der Wartezeit geht eine andere Mitarbeiterin umher und fragt, ob sie beim Fotografieren helfen darf. &#8222;Do you have a camera?&#8220; &#8222;Oh, no, thank you, it\u00b4s ok.&#8220; Ich brauche keine Foto von mir im Kost\u00fcme. Nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit geht\u00b4s weiter mit\u00a0 einer kurzen Einf\u00fchrung \u00fcber den Tanz und\u00a0der Schleifenj\u00fcngling hat\u00a0seinen Auftritt als Nihon buyo Sensei und erkl\u00e4rt, dass es unterschiedliche Stile gibt, das wir nun den weiblichen Stil tanzen werden, wie der F\u00e4cher zu gebrauchen ist und das St\u00fcck hei\u00dft; ein Text \u00fcber Kirschbl\u00fcten. Dann gibt es ein Quiz, was er mit dem F\u00e4cher denn zeigen m\u00f6gen und dann wird ge\u00fcbt. Zweimal d\u00fcrfen wir, dann wird uns gratuliert und ein Gruppenfoto gemacht. Die am Anfang verteilte Socken d\u00fcrfen wir behalten, aber den F\u00e4cher m\u00fcssen wir abgeben. Ich will von meinem ein Foto und werde gen\u00f6tigt, ihn gegen einen vermeintlich sch\u00f6neren zu tauschen. Vor dem Gehen werden wir um Feedback gebeten.<\/p>\n\n<p>Nach dem Workshop versuchen wir unser Flohmarktgl\u00fcck erneut. Ganz in der N\u00e4he soll einer sein; \u00fcber der Br\u00fccke, im Sumidapark. Dort ist eine andere Welt. Keine Tourist_innen wie im blicknahen Asakusa. Entlang des Flusses sitzen Menschen auf den steinernen Treppen am Wasser und machen Sonntag. Der Park ist fast menschenleer. Im Teich ein paar Schildkr\u00f6ten, die Flossen der stattlichen Kois unterschiedlicher F\u00e4rbung ragen aus dem seichten Wasser und am Ufer wuseln Ratten. Kein Flohmarkt. Nun der Park ist langezogen, parallel zum Highway. Viellcith weiter vorne. Dort ist ein Fischplatz oder genauer: eingez\u00e4untes Areal, das mich an die kostenfreien Freib\u00e4der im Augarten erinnert, in dem an einem Wasserbecken M\u00e4nner sitzen und fischen. Ich frage ein Kioskverk\u00e4uferin nach dem Flohmarkt.Ihre Antwort verstehe ich (noch) nicht, jedenfalls auch hier ist es Essig mit einem Flohmarkt. Wir \u00fcberqueren bei sengender Hitze neuerlich den Fluss. Vielleicht dort, denn dort ist ja auch Sumidapark und geben schlie\u00dflich auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nihon buyo ist ein klassischer japanischer Tanz, den ich bereits vor Jahren probiert habe; bei einer Technikerin im 22.Bezirk, irgendwo ganz drau\u00dfen im Gr\u00fcnen, die f\u00fcr die Stunde \u20ac40.- verlangte. Nun bietet es das Tourismuscenter for free an. 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