{"id":1013,"date":"2012-12-26T17:20:17","date_gmt":"2012-12-26T17:20:17","guid":{"rendered":"http:\/\/insho.wordpress.com\/?p=1013"},"modified":"2012-12-26T17:20:17","modified_gmt":"2012-12-26T17:20:17","slug":"tote-tuna","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.fobis.org\/inshou\/2012\/12\/26\/tote-tuna\/","title":{"rendered":"tote Tuna"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align:center\"><a href=\"http:\/\/insho.wordpress.com\/2012\/12\/26\/tote-tuna\/img\/\" rel=\"attachment wp-att-1151\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter  wp-image-1151\" alt=\"IMG\" src=\"https:\/\/xn--zwlf-6qa.at\/inshou\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2012\/12\/img.jpg\" width=\"266\" height=\"376\" \/><\/a><\/p>\n<p>Tsukiji gilt als der gr\u00f6\u00dfte Fischmarkt der Welt und gegen 5.30 am kann man auch als Betriebsfremde den Auktionen beiwohnen. Also stelle ich den Wecker auf 2.00 Uhr und fahre gegen halb drei mit dem Fahrrad los. Die Hongo dori entlang ungef\u00e4hr bis Akihabara dann sollte es weiter \u00fcber Kanda nach Tokyo gehen. Ja, und von dort ist die richtige Abfahrt nach Ginza sicher kein Problem mehr.<\/p>\n<p>Ich fahre gerne nachts durch eine Stadt.<\/p>\n<p>Eine Gruppe Jugendliche kommt mir entgegen. Dann bin ich auch schon bei der Yamanote line und fahre am &#8222;Hinterausgang&#8220; von Akihabara vorbei. In den Gew\u00f6lben unter der Bahn reiht sich ein Lokal an das andere. Zwei T\u00fcrsteher_innen versuchen die letzten Betrunkenen abzuwerben. Der m\u00e4nnliche Teil eines eleganten Trios macht in seinem Magen Platz f\u00fcr Neues bevor alle zusammen l\u00e4chelnd in ein Taxi steigen. Die Verkehrschilder weisen Tokyo aus. Ja, jetzt habe ich mir einen Kaffee verdient. Ich fahre an einer ganzen Reihe an Kartonbetten von Obdachlosen vorbei in eine Unterf\u00fchrung\u00a0 wo es den Kaffee meiner Wahl aus dem Automaten gibt. Wieder gehen zwei Polizisten vorbei, aber kontrolliert werde ich nat\u00fcrlich nicht. Denn dieses Mal habe ich die Licence mit&#8230;<\/p>\n<p>Dann bin auch schon auf dem Weg nach Ginza. Es ist noch dunkel und ich bin viel zu fr\u00fch. So bleibt Zeit den Eingang zu suchen zwischen all den kleinen Marktbuden. Die ersten bieten schon dampfende Suppe an und ein Mann steht vor einem Berg geschnittener Zwiebeln eifrig weiterschneidend. W\u00fcrde ich tauschen wollen?<\/p>\n<p>Ich bin zwar die erste vor Ort, also beim Verwaltungsgeb\u00e4ude, aber nicht in der Reihe. Nach und nach entsteigen den Taxis vor allem amerikanische Tourist_innen und ich lernen das Fremdsch\u00e4men. Sie sind laut. Ich hoffe sehr, dass mich jemand ansprechen m\u00f6ge um dann &#8222;Wakarimasen!&#8220; (Verstehe nicht) auf Japanisch antworten zu k\u00f6nnen&#8230; Knapp nach 5.00am werden wir in einen Raum gef\u00fchrt, erhalten eine Schutzweste und schriftliche wie visuelle Anweisungen, wie wir uns verhalten m\u00fcssen. Der Markt ist ein<br \/>\nArbeitsplatz und nichts f\u00fcr Tourist_innen!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/xn--zwlf-6qa.at\/inshou\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2012\/06\/fischmarkt2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1147\" title=\"Fischmarkt2\" alt=\"\" src=\"https:\/\/xn--zwlf-6qa.at\/inshou\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2012\/06\/fischmarkt2.jpg\" width=\"635\" height=\"417\" srcset=\"https:\/\/wordpress.fobis.org\/inshou\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2012\/06\/fischmarkt2.jpg 635w, https:\/\/wordpress.fobis.org\/inshou\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2012\/06\/fischmarkt2-300x197.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 635px) 100vw, 635px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dann werden wir in eine kalte Halle gef\u00fchrt. Ein skurilles Bild. W\u00e4hrend in einem schmalen Korridor rot\u00e4ugige Menschen nach und nach die nun wohl einzige M\u00f6glichkeit f\u00fcrs Fotographieren wahrnehmen, tun die Fischh\u00e4ndler, die kaum eine Arml\u00e4nge entfernt hinter der Absperrung stehen, so, als w\u00e4ren wir alle nicht da und pr\u00fcfen das Fischfleisch.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/xn--zwlf-6qa.at\/inshou\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2012\/06\/fischmarkt3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1148\" title=\"Fischmarkt3\" alt=\"\" src=\"https:\/\/xn--zwlf-6qa.at\/inshou\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2012\/06\/fischmarkt3.jpg\" width=\"635\" height=\"417\" srcset=\"https:\/\/wordpress.fobis.org\/inshou\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2012\/06\/fischmarkt3.jpg 635w, https:\/\/wordpress.fobis.org\/inshou\/wp-content\/uploads\/sites\/5\/2012\/06\/fischmarkt3-300x197.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 635px) 100vw, 635px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dann beginnen die Auktionen. Auktion\u00e4re steigen auf niedrige Holzhocker und versteigern. Manche machen daraus eine Show, manche wippen nur mit ihrem K\u00f6rper im Rhythmus zu ihrem Sprechen. Nach kaum 20min ist alles vorbei und wir werden \u00fcber das Gel\u00e4nde zum Ausgang getrieben. Ohne uns eines Blickes oder gar Gru\u00dfes zu w\u00fcrdigen, werden uns die Schutzwesten wieder abgenommen. Inszwischen ist es hell.<\/p>\n<p>Das Fischereimuseum ist noch nicht offen und auf den Fischmarkt selber mag ich nicht warten, also fahre ich Richtung Ueno. Ich mag diese Zeit, wenn die Reste der Nacht auf den beginnende Tag treffen. Dann fr\u00fchst\u00fccke ich in Ueno, kaufe K\u00fcmmel f\u00fcr das Abschiedsessen und fahre zur\u00fcck. Ich bin m\u00fcde; aber nur kurz. In Tokyo will ich nicht schlafen&#8230;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tsukiji gilt als der gr\u00f6\u00dfte Fischmarkt der Welt und gegen 5.30 am kann man auch als Betriebsfremde den Auktionen beiwohnen. Also stelle ich den Wecker auf 2.00 Uhr und fahre gegen halb drei mit dem Fahrrad los. 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