{"id":1006,"date":"2013-02-20T00:23:10","date_gmt":"2013-02-20T00:23:10","guid":{"rendered":"http:\/\/insho.wordpress.com\/?p=1006"},"modified":"2013-02-20T00:23:10","modified_gmt":"2013-02-20T00:23:10","slug":"ein-frauenhaus-in-kamakura","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.fobis.org\/inshou\/2013\/02\/20\/ein-frauenhaus-in-kamakura\/","title":{"rendered":"Ein Frauenhaus in Kamakura"},"content":{"rendered":"<p>Kamakura liegt in der Pr\u00e4fektur Kanagawa, 50 km von Tokyo entfernt und war im 12. Jahrhundert die Hauptstadt des japanischen Reiches.<\/p>\n<p>Kamakura ist sch\u00f6n, steht in den diversen Reisebeschreibungen und sagt P. und es ist nicht weit. Also fahren wir nach Kamakura ans Meer. Am Bahnhof werden wir routiniert und freundlich im Informationsb\u00fcro abgefertig. &#8222;Is this your first stay? Then we recommand this temple, this temple and this temple&#8220; Schon sind wir mit dem Plan in dem die nette Dame unsere Ziel markiert hat, auf dem Weg zum ersten Schrein. Dem Tsurugaoka Hachimangu Shrine.<\/p>\n<p>Kamakura ist ein Platz f\u00fcr Tourist_innen. Das merkt man. Die Werbung um Kund_innen ist f\u00fcr japanische Verh\u00e4ltnisse aggressiv. &#8222;Hello, where do you come from?&#8220; Das Angebot in den Shops ist einschl\u00e4gig und auf japanische wie internationale G\u00e4ste abgestimmt.<\/p>\n<p>Nach dem Schrein verlieren sich ca. 80 % der Mittourist_innen bereits. Vielleicht auch weil der Weg zum n\u00e4chsten Tempel wenig attraktiv entlang einer Durchzugsstra\u00dfe verl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Wir \u00e4ndern unsere &#8222;points of interest&#8220; eigenm\u00e4chtig und interessieren uns f\u00fcr&#8230;. Dort wird Eintritt verlangt und Fotographieren ist verboten, was auch im \u00e4ltesten Geb\u00e4ude von high tech \u00fcberwacht wird. Mein Japanisch reicht f\u00fcr die Kassa. Dann besichtigen wir. [Beschreibung]<\/p>\n<p>Als wir vor dem Tempel auf der Bank rasten, st\u00fcrmt der Kassier aus dem H\u00e4uschen, entrei\u00dft uns fast die zuvor ausgeh\u00e4ndigten Beschreibungen und l\u00e4uft wieder davon. Ich gehe ihm nach, weil klar ist, er tut irgendetwas f\u00fcr uns und er bittet mich zu warten. Schlu\u00dfendlich kommt er mit sorgsam gestempeltem Papier zur\u00fcck. (Stempel mit Bildern sind hier sehr beliebt. An jeder JR Station kann man einen bekommen.) Nachdem wir , uns artig bedankt und tief verbeugt haben, ziehen wir weiter zum&#8230;.<\/p>\n<p>Auch dort will man Geld. Aber was ich vom Tor aus sehen kann, reicht mir eigentlich schon. So genau will ich es auch nicht wissen. Das selbe bei&#8230; Dann wei\u00dft ein hiking course den Weg zum Great Buddha of Kamakura. &#8222;Jaja, hiking course in Japan ist sicher ein Weg durch eine park\u00e4hnliche Landschaft&#8220;, dachte ich und war auch noch nicht so irritiert, wie uns Menschen in Wanderkleidung und mit Walkingssticks entgegen kommen. Doch als ich den Schmutz an ihren Schuhen sehe, schwant mir Schlimmes. 2 km! not your Ernst, oder ? Ich meine ein Wald ist ein Wald ist ein Wald, egal ob japanisch oder nicht.<\/p>\n<p>Etwa nach der H\u00e4lfte des Gatschweges kommen wir auf einen Rastplatz auf einer Lichtung. Dort tun wir das wof\u00fcr dieser Platz gedacht war: Rasten und Sushi und Onigiri essen. Die Kr\u00e4hen finden uns sympathisch und auch die Katzen setzen sich gelangweilt in Bewegung. Vielleicht \u00fcben sie sich auch nur in fern\u00f6stlicher Gelassenheit mit ihren verk\u00fcrzten Schw\u00e4nzen. (Warum hier die meisten Katzen Stummelschw\u00e4nze haben, konnte ich nicht heraus finden. Sieht jedenfalls nicht sch\u00f6n aus.) Die Kr\u00e4hen sind das flinkere und dankbarer Publikum. Sie nehmen auch den Reis. Daf\u00fcr belohne ich sie mit einem Kinkan. Es gibt die M\u00f6glichkeit Gl\u00fcck&#8230;. [Beschreibung] Gegen ein Entgelt von 100 Yen each nehmen und zerschlagen wir Tonscherben an einem gro\u00dfen Stein. Eine Frau macht sich \u00fcber meine Art zu werfen lustig und ich fotographiere Mr. Fuji. Dann geht es weiter durch den Wald zum gro\u00dfen Buddha.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kamakura liegt in der Pr\u00e4fektur Kanagawa, 50 km von Tokyo entfernt und war im 12. Jahrhundert die Hauptstadt des japanischen Reiches. Kamakura ist sch\u00f6n, steht in den diversen Reisebeschreibungen und sagt P. und es ist nicht weit. 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