Der kaiserliche Palast gilt als das Zentrum von Tokyo. Das Gelände wurde bereits für die Burg Edo angelegt und von einem Burggraben umgeben. Darüber hinaus gibt es die baupolizeiliche Auflage, das kein Bauwerk den Blick in die Bereich des Tennos freigeben darf. Ja, auch Kaisers wollen sich nicht in die Suppe schaun lassen.
Der Großteil des Geländes ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Nur der Ostgarten darf unter dem wachsamen Auge der polizeilichen Wächter betreten werden. Lediglich an zwei Tagen im Jahr ist es dem gemeinen Volk erlaubt, weiter ins Areal vorzudringen: Am Geburtstag des Kaisers (23.12.) und dem Neujahrstag (2.01.). Dazu müssen umfangreiche Sicherheitssperren inklusive Leibesvisitationen absolviert werden, um dann vor einem verglasten Balkon auf den Auftritt der kaiserlichen Familie warten zu dürfen. Am Eingang werden für das angemessene Verhalten Papierfähnchen mit der Flagge Japans ausgegeben. Und erscheint mit einem royalen Abstand zu den Dienern, die am Rand stehen, die kaiserliche Familie. In diesem Moment reißen alle mit einer Hand ihre Handys hoch, um zu fotografieren, während sie mit der anderen wild das Fähnchen schwingen. Ja, ich habe auch geschwungen. Danach gehts unter den Ermahnungen des Wachpersonals gesittet den Berg hinunter zum Ausgang. Das wars. Die nächste Gruppe wartet schon.
Ich habe das Gelände vom Regierungsviertel kommend durch das Kitahanebashi Gate betreten und es durch das Ote Gate wieder verlassen.
Vom Donjon aus kann man einen Teil des östlichen Gartens überblicken.
Auch im Garten des göttlichen Tennos tendiere ich zu Profanem. Ohne ins Detail zu gehen: Es geht – ganz ausgezeichnet auch im Stehen.
Verlassen habe ich den Garten dann über das Ote Gate, das mehr oder weniger gegenüber der Tokyo Station liegt.
Wer mehr wissen will, möge doch bitte Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Kaiserpalast_Tokio bemühen.








