{"id":667,"date":"2020-08-27T08:54:38","date_gmt":"2020-08-27T06:54:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.anlegerin.at\/?p=667"},"modified":"2021-11-07T11:44:00","modified_gmt":"2021-11-07T10:44:00","slug":"erfahrungsbericht-day-trading","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.fobis.org\/anlegerin\/2020\/08\/27\/erfahrungsbericht-day-trading\/","title":{"rendered":"Erfahrungsbericht Day-Trading"},"content":{"rendered":"\n<p>Zur Zeit teste ich ein Day-Trading Service auf Guidants. Da kann frau einem erfahrenen Day-Trader bei der Arbeit sehen und nat\u00fcrlich auch mit-traden. Sehr spannend, aber gleich am zweiten Tag hat mir das einen erheblichen Verlust eingebrockt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Trader hat an sich ein gutes System zur Anpassung an das jeweilige Budget. Er tradet mit einer Gewichtung von 0,5, 1 oder 2. Bei ihm steht 1 f\u00fcr 1000 St\u00fcck. Was leider nirgendwo steht ist das notwendige Minimal-Budget. Er arbeitet mit einem Cash-Depot von aktuell etwa 1\/4 Million \u20ac.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Budget ist da erheblich kleiner, also habe ich mich entschlossen erst einmal bei Gewichtung 1 f\u00fcr 100 St\u00fcck mit zu traden. Das entsprach bei meiner ersten Trading-Serie etwa 500 \u20ac pro Trade. Das hat mir dann 50 \u20ac Gewinn eingebracht. Mir ist nat\u00fcrlich klar, dass frau da nicht immer gewinnen kann, aber bei der zweiten Trading-Serie kam dann die wirklich b\u00f6se \u00dcberraschung:<\/p>\n\n\n\n<p>Erst einmal lieferte sein System ein starkes Signal f\u00fcr einen fallenden DAX also Signal f\u00fcr einen &#8222;short&#8220; Trade und er fing mit St\u00fcckelung 2 an, f\u00fcr mich daher 1.000 \u20ac pro Trade bei einem Kurswert von zun\u00e4chst 4,80 \u20ac f\u00fcr &#8222;short&#8220;, f\u00fcr ihn 10.000 \u20ac.<\/p>\n\n\n\n<p>Es lief dann sofort in die falsche Richtung, worauf er den n\u00e4chsten Trade nachzog, wieder 2, wieder in die Richtung des ersten. Aber der Kurs fiel weiter. Zuerst zog er noch einen Stop Loss ein, bedeutet, um einen m\u00f6glichen Verlust zu minimieren, wird der Trade vorzeitig beendet. Dann nahm er f\u00fcr mich \u00fcberraschend alle Stop Loss raus, kaufte aber weiter. Insgesamt 6 mal immer mit Gewichtung 2. Ich bin 5 mal mitgegangen, dann bei ca. 5.000 \u20ac Einsatz war&#8217;s mir zuviel. Ich habe nicht weiter gekauft, bin aber dabei geblieben, hei\u00dft ich habe genau wie er keinen Stop Loss eingezogen sondern weiter abgewartet, in der Annahme, er w\u00fcrde dann irgendwann, wenn sein System ihm sagt, dass sich da nichts mehr \u00e4ndert, doch die Notbremse ziehen. Immerhin hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits 60.000 \u20ac investiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Er hat aber den Einsatz sogar noch erh\u00f6ht, indem er eine Reihe von Stop Buy Orders erteilt hat, bedeutet dass nachgekauft wird, wenn der Kurs wieder zu steigen beginnt. Das trat dann auch ein. Sein Einsatz stieg auf 80.000 \u20ac, ehe der Kurs wieder zu fallen begann und zwar noch heftiger als zuvor.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst ungef\u00e4hr 10 Minuten f\u00fcr Handels-Schluss hat er dann 2 Trades (Gewichtung 2 x 2 = 4) mit Verlust verkauft und zus\u00e4tzlich zur Absicherung der restlichen Trades einen Hedge-Fond eingerichtet und zwar mit Gewichtung 8-10 in die Gegenrichtung der abzusichernden Trades bei einem Kurswert von mehr als 5 \u20ac f\u00fcr &#8222;long&#8220;. Also noch zus\u00e4tzlich 5 \u20ac x 8.000 = 40.000 \u20ac Einsatz!<\/p>\n\n\n\n<p>Da habe ich mich dann endg\u00fcltig abgekoppelt und meine eigene weniger professionelle aber eben auch weniger riskante Strategie eingesetzt: Die H\u00e4lfte meines Einsatzes von 5.000 \u20ac habe ich sofort mit Verlust verkauft, f\u00fcr die zweite H\u00e4lfte in der Hoffnung auf steigende Kurse am n\u00e4chsten Tag dann mit einer Trailing Stop Loss Order zum Verkauf freigegeben. Der Kurs f\u00fcr &#8222;short&#8220; war zu dem Zeitpunkt bei 3,60 \u20ac. Meine Trailing Stop Loss Order lag bei 3,40 \u20ac mit einem Trailing Abstand von 0,20 \u20ac.<\/p>\n\n\n\n<p>Steigt der Kurs wird bei einer Trailing Stop Loss Order der Stop nachgezogen, aber nicht verringert wenn der Kurs dann wieder f\u00e4llt. Immerhin konnte ich dann am n\u00e4chsten Tag zum immer noch verlustreichen Kurs von 3,86 \u20ac verkaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mein Verlustverrechnungstopf hilft hier dann zus\u00e4tzlich, den Verlust weiter zu minimieren, aber nur dann, wenn ich andere Wertpapiere mit Gewinn verkaufe. Das habe ich allerdings auch vor \ud83d\ude42<\/p>\n\n\n\n<p>Ob die Strategie des Profi-Traders mit dem Hedge-Fond letztendlich aufgegangen ist, wei\u00df ich nicht. F\u00fcr heute habe ich n\u00e4mlich genug davon, will gar nicht mehr hinsehen. Mein Fazit aus diesem Verlustgesch\u00e4ft ist n\u00e4mlich ohnin schon klar: F\u00fcr kleinere Budgets ist diese Art von Trading nicht geeignet. Da muss viel fr\u00fcher ein Stop Loss eingezogen werden, wenn absehbar ist, dass sich daraus eine riskante Trading Serie entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p>N\u00e4chste Woche werde ich es noch einmal mit einem kleineren Budget versuchen und dann entscheiden, ob ich vom Day-Trading eng\u00fcltig die Finger lasse &#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Zeit teste ich ein Day-Trading Service auf Guidants. Da kann frau einem erfahrenen Day-Trader bei der Arbeit sehen und nat\u00fcrlich auch mit-traden. Sehr spannend, aber gleich am zweiten Tag hat mir das einen erheblichen Verlust eingebrockt. 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