{"id":2130,"date":"2021-10-26T18:53:55","date_gmt":"2021-10-26T16:53:55","guid":{"rendered":"https:\/\/xn--zwlf-6qa.at\/anlegerin\/?p=2130"},"modified":"2021-11-07T10:48:43","modified_gmt":"2021-11-07T09:48:43","slug":"zusatzpension-vs-wertpapierdepot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.fobis.org\/anlegerin\/2021\/10\/26\/zusatzpension-vs-wertpapierdepot\/","title":{"rendered":"Zusatzpension vs Wertpapiere"},"content":{"rendered":"\n<p>Wir haben 2018 \u00fcberlegt, ob wir lieber \u00fcber eine Versicherung in eine Zusatzpension investieren sollen, oder ob es nicht doch sinnvoller w\u00e4re, eigenst\u00e4ndig \u00fcber ein Wertpapier-Portfolio f\u00fcr eine Absicherung zu sorgen. Berechnungen haben gezeigt, dass es im Fall einer Versicherung eher wahrscheinlich ist, insgesamt mehr einzuzahlen als dann ausbezahlt wird, es sei denn wir erleben ein wirklich hohes Alter. Der break-even-point w\u00e4re in unserem Fall bei etwa 110 Jahren gelegen. Und wir w\u00e4ren nach Abschluss eines Vertrags nicht mehr in der Lage, eigenst\u00e4ndig etwas zu \u00e4ndern. Deshalb haben wir uns zum Wertpapier-Portfolio entschieden. Nach einer doch steiler als erwarteten Lernkurve, l\u00e4uft das mittlerweile sehr gut. Das Portfolio hat auch herbe R\u00fcckschl\u00e4ge wie den Corona-Crash oder auch den Wirecard-Skandal dank Diversifizierung sehr gut verkraftet. Nach drei Jahren bin ich noch mehr als zuvor davon \u00fcberzeugt, dass wir uns f\u00fcr den richtigen Weg entschieden haben, unsere Altersvorsorge zu sichern.<\/p>\n\n\n\n<p>Das zeigt auch der Blick ins Ausland, wo sogar staatlicherseits das Pensionssystem durch Wertpapier-Investments abgesichert werden soll:<\/p>\n\n\n\n<p>In Deutschland schl\u00e4gt die FDP vor, die gesetzliche Rente auf zwei Pfeiler zu stellen \u2013 das Umlagesystem und eine neue Aktienrente. Der gesamte Rentenbeitrag w\u00fcrde auch weiterhin 18,6 Prozent des Bruttolohns betragen, aber er w\u00fcrde aufgeteilt: 16,6 Prozent w\u00fcrden weiter ins Umlagesystem flie\u00dfen, Besch\u00e4ftigte und Arbeitgeber w\u00fcrden sich die Beitr\u00e4ge aufteilen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Prozent des Bruttogehalts w\u00fcrden zudem in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge flie\u00dfen. Diesen Topf w\u00fcrde eine unabh\u00e4ngige \u00f6ffentlich-rechtliche Stelle verwalten. Die Liberalen werben f\u00fcr die Aktienrente, schlie\u00dflich w\u00fcrden die langen Anlagezeitr\u00e4ume f\u00fcr sie sprechen. Selbst kleine Einkommen w\u00fcrden so von Zinseszinseffekten profitieren und k\u00f6nnten &#8222;substanziell Verm\u00f6gen&#8220; aufbauen. Vor zwei Jahren forderte auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) eine kapitalmarktgedeckte Extrarente als Reform der privaten Vorsorge. Eine Studie des Leibniz-Zentrums f\u00fcr Europ\u00e4ische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des vzbv hatte gezeigt, dass die Verbraucher bei einem reinen Aktienportfolio ein Vielfaches an Rente bekommen k\u00f6nnten, vorausgesetzt, bei Finanzkrisen werde schnell umgeschichtet.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das Konzept spricht tats\u00e4chlich, dass an der B\u00f6rse langfristig mehr Rendite zu holen ist als mit anderen Anlageformen. Wer sein Verm\u00f6gen dort auf einen Zeitraum von rund 20 Jahren investiert, kann mit durchschnittlichen Renditen von acht bis zehn Prozent pro Jahr rechnen. Allerdings: Das sind die Erfahrungswerte aus der Vergangenheit. Ob die Entwicklung auch k\u00fcnftig so bleibt, ist immer mit einem Risiko verbunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch setzen andere L\u00e4nder schon lange auf den Kapitalmarkt, wenn es um die Altersvorsorge geht, allen voran Schweden. Allerdings ist es schwer mit dem deutschen System zu vergleichen, weil es dort eine staatliche Grundrente gibt, die jeweils durch eine private und betriebliche Altersvorsorge erg\u00e4nzt wird<strong>.<\/strong> 2,5 Prozent des Bruttolohns flie\u00dfen in Schweden in den staatlichen AP7-Fonds, der weltweit investiert. Der Fonds wird \u00f6ffentlich verwaltet, die Verwaltungsgeb\u00fchren belaufen sich daher nur auf 0,11 Prozent der Beitr\u00e4ge \u2013 das ist vergleichsweise g\u00fcnstig. Im Schnitt kam der schwedische Staatsfonds in den vergangenen Jahren auf eine Rendite von mehr als 14 Prozent, was durchaus beachtlich ist. Seit seiner Gr\u00fcndung hat er im Schnitt eine Rendite von sechs Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Niederlande setzen auf die B\u00f6rse, dort sind es allerdings die Betriebsrenten, die in der Regel \u00fcber einen Fonds am Kapitalmarkt investiert werden. \u00c4hnlich ist es in Norwegen, wo die Arbeitgeber mindestens zwei Prozent des Bruttolohns der Besch\u00e4ftigten anlegen m\u00fcssen. Auch hier investiert ein staatlicher Fonds in Aktienm\u00e4rkte, allerdings \u00fcbernehmen Banken und Geldinstitute das Management. Au\u00dferdem gibt es einen staatlichen Pensionsfonds, der den Norwegerinnen und Norwegern eine recht stattliche gesetzliche Rente von umgerechnet 1.600 Euro garantiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir haben 2018 \u00fcberlegt, ob wir lieber \u00fcber eine Versicherung in eine Zusatzpension investieren sollen, oder ob es nicht doch sinnvoller w\u00e4re, eigenst\u00e4ndig \u00fcber ein Wertpapier-Portfolio f\u00fcr eine Absicherung zu sorgen. 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